In der Parkklinik wurden auch in diesem Jahr symbolische Spendenschecks verteilt. Die höchsten Beträge gingen an Tafel, Tierheim und Behindertenfreizeit.
Es ist wieder einiges zusammengekommen: 27 200 Euro spendeten die Heiligenfeld Kliniken im Rahmen ihrer Weihnachtsaktion für gemeinnützige Zwecke. "Viele Menschen tun nichts mehr für andere, wenn sie kein Geld dafür bekommen", gab Geschäftsführer Dr. Joachim Galuska zu Beginn der Spendenübergabe zu Bedenken. Das sei jedoch bei allen vorgeschlagenen Projekten anders. Die Aufteilung der Spendengelder gliedert sich nach einem Punktesystem: Die Mitarbeiter der Parkklinik können im Vorfeld Patenschaften für Projekte übernehmen, die gemeinnützig, praktisch und regional sind. In einer Mitarbeiterversammlung werden die zusammengetragenen Ideen von den jeweiligen Paten präsentiert. Jeder Mitarbeiter kann im Anschluss drei Stimmen vergeben. Die Stimmenzahl entscheidet über die Spendenhöhe für die einzelnen Vorschläge. Auffällig sei in diesem Jahr, dass sich viele Aktionen der finanziellen Unterstützung von Kindern widmen. Die drei Projekte mit den höchsten Spendensummen hätten jedoch sehr unterschiedliche Zielgruppen. 2500 Euro nahm Marina Wiesend stellvertretend für die Kissinger Tafel sowie das dazugehörige Projekt "Versteckte Engel" entgegen. Vorgeschlagen wurde die Tafel von der Parkklinik-Mitarbeiterin Sabine Mahlmeister. "Wir wollen Kindern beim Wachsen helfen", beschrieb Marina Wiesend das Ziel der Organisation. Kinder aus armen Verhältnissen würden im späteren Leben eher in die Drogenabhängigkeit sowie gewalttätige Beziehungen abrutschen und hätten außerdem eine niedrigere Lebenserwartung als Kinder aus finanziell besser gestellten Familien. Daher startet die Hilfe der Kissinger Tafel möglichst früh und legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Lehrern und Sozialarbeitern. Ebenfalls 2500 Euro gingen an das Tierheim Wannigsmühle in Münnerstadt. Da Leiterin Ursula Boehm aus Krankheitsgründen kurzfristig ausfiel, nahmen die Projektpatinen Manuela Hümmer und Bianca Reiß die Spende stellvertretend für sie entgegen. Trotz der ehrenamtlichen Gassigänger beschränke sich die Bewegungsfreiheit der Tierheimhunde vor allem auf den Zwinger im alten Hundehaus. "Dort ist es kalt, ungemütlich und laut. Einfach keine schöne Atmosphäre", brachte Bianca Reiß auf den Punkt. Vor allem diejenigen vierbeinigen Schützlinge, für die das Tierheim keine vorübergehende, sondern dauerhafte Bleibe ist, werden sich über den neu eingebauten Industrieboden freuen. Dieser sei laut Reiß wärmeregulierend und lärmschluckend. Die höchste Spendensumme ging mit 3300 Euro an die Stiftung Sicherheit im Skisport, für die Jasmin Kirchner Pate stand. "Normalerweise fördern wir keinen Sport, aber dieses Projekt ist wirklich einzigartig", betonte Joachim Galuska. Es ermöglicht Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren mit körperlicher und geistiger Behinderung an zahntägigen Skifreizeiten teilzunehmen. "Die Organisatoren bemühen sich darum, vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien mitzunehmen", erklärt Martin Raab, der seit 30 Jahren für die Stiftung tätig ist. "Es gibt nichts schöneres, als im Leben schwer getroffenen Kindern und Jugendlichen ein paar unbeschwerte Stunden zu schenken." Die restlichen Spendengelder gingen an den Chor "maso maso" in Gräfendorf, den Verein zur Förderung der Musikerziehung in Bad Kissingen, den Kindergarten Aschach, die Kissinger Sektion des Deutschen Alpenvereins sowie die Kindergärten in Sulzthal, Arnshausen und Langendorf.