Wenn der Musikverein in Wittershausen zum Faschingsabend ruft, dann ist seit über 30 Jahren im Alter von sieben bis über 80 Jahre alles auf den Beinen. Bestes Beispiel für die Liebe zur fünften Jahreszeit ist im 500-Seelen-Ort, die Familie Zimmermann. Mit Manuel, Pascal, Sandra und Maria Zimmermann standen wieder drei Generationen auf der Wittershäuser Faschingsbühne.

Das durch viele fleißige Helfer aufwendig geschmückte Feuerwehrhaus bot mehr als 150 Akteuren eine tolle und farbenfrohe Faschingsbühne. Mit lustigen Sketchen, tollen Tanz- und Showeinlagen zogen sie dabei alle närrische Register und versetzten das Publikum in beste Faschingslaune. Als kesse und fesche Blondine moderierte Vorsitzender Christian Sell den Abend.

Tief in den Westerwald entführte die Krümelgarde aus Aura mit ihrem Tanz. Tanzmariechen Sophia Frank zeigte obendrauf in einem Solo-Auftritt ihr akrobatisches Können.

Die beiden "Flaschengeister" Manuel und Pascal Zimmermann sorgten mit der ständigen Verwechslung der zwei "W-Fragen" (Was, Wie) und "Egal" auf der Suche nach den passenden Flaschennamen für viel Gelächter im Publikum. Ihre Reise im Raumschiff zum Mond zelebrierten mit fetzigem Techno-Sound die Tanzmäuse im leuchtenden Astronauten-Outfit.

Aus dem Universum

Und mit dem Männerballett "Liga der außergewöhnlichen Glieder" aus Pfaffenhausen blieb man im Universum. Die tanzenden Star-Wars Krieger vom "Todesstern" aus einer fernen Galaxie, zeigten sich in einer beeindruckenden Show mehr als "liebliche" Krieger für Freiheit und Frieden. Schon seit zehn Jahre gehört die Gruppe um Manager Rene zum festen Bestandteil beim Wittershäuser Fasching.

Waldarbeiter Daniel Bahn nahm sich die Kommunalpolitik vor. Äußerst ironisch und oftmals auch zum Nachdenken anregend, nahm er sich politischer und gesellschaftlicher Themen an, und zog dabei mit seinem kindlichen "Kuckuck-Song" das Publikum nicht nur auf der Suche nach dem neuen Rathaus-Chef fest in seinem Bann.

"Feuer im Feuerwehrhaus", mit diesen Worten könnte man den Auftritt der Girls-United aus Machtilshausen bezeichnen. Die gemischte Tanzgruppe sorgten mit ihren Outfits und akrobatischen Einlagen für mächtig "Feuer" im Wittershäuser Feuerwehrhaus. Die Prinzengarde aus Aura legte als nächster Faschingsimport einen knackigen Marschtanz aufs Bankett.

Jungfernbund sucht Männer

Eine Männersuche der besonderen Art führte der 18-köpfige "Wittershäuser Jungfernbund" bei ihrer Wallfahrt auf der Suche nach dem passenden Gegenstück durch. Unter den Klängen der örtlichen Blasmusik sollte der Herr ihre Bitten und Nöte erhören, und sie nicht "ungeöffnet" ihrem Schicksal überlassen. Ob bei den örtlichen Vereinen oder der Nachbargemeinde aus Aura, den "schnäubigen Jungfern" bot sich eine hoffnungslose Suche. Trotz Flehen durch Vorbeterin Sandra Zimmermann und dem vielen Niederknien vor dem Herrn, es sollte einfach nicht klappen.

"Ladylike" war das Motto der Jump-Girls aus Poppenroth. Die zwölf Damen zeigten einen mit viel Akrobatik gespickten Show-Tanz der Extra-Klasse. Als Matrosen auf hoher See zeigte das Männerballett aus Aura eine hochakrobatische Vorführung vom Untergang der Titanic. Die "Wild-Cats"-Showgarde aus Aura lies bei ihrem temporeichen Tanz einfach die "Liebe Zahnfee" sprechen.

Saftschubser im Höhenflug

"Heut ist so ein schöner Tag", die prächtig herausgeputzten "Saftschubser" zeigten dem Publikum ihr Können "in luftiger Höhe". Zum krönenden Abschluss des Abends hatten Sonja Sell und Julia Bahn das Männerballett zu perfekten Stewardessen "ausgebildet". Erst nach einer Zugabe durfte die tanzwütigen Flugbegleiter(innen) die Bühne verlassen. Die tollen Kostüme wurden von Isolde Bahn genäht. Elena Heilmann sorgte für das komplette Erscheinungsbild der "hübschen Damen". Mitwirkende waren die Vorsitzenden Christian Sell, Gerhard Sell und Hubert Büchner, sowie Dieter Heilmann, Thorsten Sell, Dominik Sell, Elias Schießer, Jörg Müller, Richard Bahn und Sebastian Zink.