Die Vorstandschaft des VfR Sulzthal sieht sich als verschworene Einheit und trat geschlossen - zum vierten Mal - erneut zur Wahl an. Der alte und neue Vorsitzende Peter Fenn begrüßte unter Coronabedingungen 46 Mitglieder in der Mehrzweckhalle zur Jahreshauptversammlung. Schriftführer Mario Eberlein benannte den Mitgliederstand auf 348 und das Trainingslager als umsatzstärkste Aktivität des Vereins. Hervorzuheben sei noch das Pizzabacken ohne Bewirtung auf dem Dorfplatz und die Elektro-Arbeiten im Sportheim.

Die Einnahmen des laufenden Spielbetriebs hätten nur etwa 25 Prozent des Vorjahres betragen, ging aus dem Kassenbericht von Harald Tremer hervor. Trotz Wegfall von Sonnwendfeuer, Preisschafkopf, Weihnachtsfeier und dem Straßenweinfest habe der Verein noch 1860 Euro erwirtschaftet. Der VfR habe auch keine Verbindlichkeiten mehr. Sowohl die Privatkredite als auch die Photovoltaikanlage seien abbezahlt.

Seit 21 Jahren bietet die Leiterin der Gymnastikgruppe Lidija Macek-Sollfrank zusammen mit Simone Brand beim VfR ein abwechslungsreiches Sportprogramm an. Die Altersstruktur gehe von Mitte 20 bis 70 Jahre. Im Lockdown habe man mit Webcams Fitness betrieben.

Sportleiter Jürgen Schneider gab einen Rückblick auf die "Coronasaison", eine Vorschau auf die Saison 21/22 und ging auf den Trainerwechsel ein. Er verwies dabei auf die Quotientenregel, die dem Verein zum dritten Mal hintereinander den 3. Tabellenplatz und damit die Goldene Ananas beschert habe. Torschützenkönig sei mit beachtlichen 24 Treffern bei nur 18 Spielen Alexander Unsleber geworden. Während den letzten sieben Jahren und insgesamt 14 Jahre trainierte Stephan Penquitt die Mannschaft. Beim nächsten Heimspiel werde er verabschiedet, sein Nachfolger ist Thomas Pfeuffer. In der nächsten Saison trete man zusammen mit 13 Mannschaften in der Kreisklasse I Rhön an, das Saisonziel sei mindestens Tabellenplatz 5. "Der VfR lässt sich durch Corona nicht den Spaß am Fußball nehmen und auch die Kameradschaft wird bleiben", war sich Schneider sicher.

Nicht zuletzt wegen seiner guten Jugendarbeit werde der VfR im Saaletal wahrgenommen, sagte Jugendleiter Christian Schmitt, der sein Amt an Armin Hesselbach übergab. In der Jugend seien alle Altersklassen besetzt und für alle Jugendmannschaften seien Trainer vorhanden. Die Jugendarbeit sei kein Selbstläufer, man müsse schon einiges investieren, sagte Schmitt. Der VfR spiele eine gewichtige Rolle im Markt Sulzthal, sagte Bürgermeister August Weingart, der als Wahlleiter fungierte. Er bedankte sich für die schnelle und reibungslose Wahl und bei den Gewählten für die Übernahme der Ämter. Einstimmig wurde Peter Fenn als Vorsitzender bestätigt, sein Vertreter bleibt Stefan Seufert. Mario Eberlein bleibt Schriftführer und Harald Tremer Kassier.

Als Zukunftsziel gaben Fenn und Seufert aus, junge Leute in die Vereinsarbeit mit einzubinden, denn einen Verein zu führen, mache nicht nur Arbeit, sondern könne auch Spaß machen. Franz Diez regte an, im Neubaugebiet für den Verein zu werben, um auf die Angebote Fußball und Gymnastik aufmerksam zu machen.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften: 25 Jahre sind dabei Frank Glöckner, Andre Hartmann, Stephan Penquitt, Gottfried und Ursula Zimmermann; 40 Jahre Renate Dietrich; 50 Jahre Peter Bauer und Willi Eberlein; 60 Jahre Dieter Hesselbach und sogar 65 Jahre Karl Popp.