Es wirkt harmlos wie ein Gänseblümchen, doch das Berufkraut breitet sich rasant aus. Wie du es erkennst, sicher entfernst und Neubewuchs verhinderst.
Hinter zarten Blüten verbirgt sich das einjährige Berufkraut. Diese Pflanze vermehrt sich rasch über flugfähige Samen und kann dadurch in Beeten, auf Wiesen oder an Wegesrändern schnell unerwünscht Fuß fassen. Wir erklären, wie du das Berufkraut erkennen kannst, warum es sich so rasch ausbreitet, wie du es sicher entfernst und Neubewuchs verhinderst.
Wie erkennst du das einjährige Berufkraut im Garten?
Anders als die eher klein bleibenden Gänseblümchen erreicht das einjährige Berufkraut eine Höhe von bis zu einem Meter und zeigt eine charakteristische, grundständige Blattrosette mit hellgrünen, lanzettlichen Blättern, die grob gezähnt sind. Die Blätter an den Stängeln sind schmaler, sitzen direkt oder sind kurz gestielt und lassen sich durch ihre zarte, behaarte Oberfläche von anderen Pflanzen unterscheiden.
Die Blütenstände sind schirmrispenartig angeordnet und erinnern auf den ersten Blick an Gänseblümchen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch das typische Merkmal des Berufkrauts: Schmale, außen sitzende Zungenblüten in Weiß oder zartem Rosa umgeben eine dicht gefüllte Mitte aus zahlreichen gelben Röhrenblüten. Nach der Blüte entstehen kleine, längliche Samen mit einem kurzen, flugfähigen Haarkranz. Dadurch können die Samen leicht vom Wind erfasst oder schon durch eine leichte Berührung weitergetragen werden. Ab Juli beginnen sie zu reifen und verbreiten sich häufig noch bis in den Spätsommer hinein.
Das Berufkraut wächst vor allem auf sonnigen bis leicht schattigen Flächen. Es bevorzugt nährstoffreiche, sandig-lehmige Böden und kommt sowohl mit kalkhaltigen als auch mit leicht sauren Untergründen gut zurecht. Typisch sind die aufrechten, verzweigten Stängel mit ihrer krautigen Struktur. Auch seine einjährige Lebensweise unterscheidet das Berufkraut deutlich von vielen mehrjährigen Zierpflanzen im Garten. Reifen die Samen früh, können laut FOCUS online bereits im Herbst neue Pflanzen keimen. Wenn du das Berufkraut im Garten entdeckst, lohnt es sich daher, die Fundstellen zu notieren und die Stellen regelmäßig zu kontrollieren. So erkennst du rechtzeitig, ob sich neue Pflanzen entwickeln.
Warum breitet sich das Berufkraut so schnell aus?
Das einjährige Berufkraut stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde im 18. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa gebracht. Dank seiner hohen Anpassungsfähigkeit an verschiedene Böden und Klimazonen hat sich das Berufkraut in vielen Regionen stark ausgebreitet und gilt als gebietsfremde, invasive Pflanze, die sogar heimische Arten verdrängen kann.
Die Vermehrung erfolgt ausschließlich über die Samen. Das Entfernen der Pflanzen vor der Samenbildung ist entscheidend, um die Ausbreitung zu kontrollieren. Das Berufkraut besiedelt bevorzugt offene Flächen, Weg- und Ackerränder, Auwälder sowie feuchte Wiesen. Es konkurriert dort mit Kulturpflanzen um Licht, Nährstoffe und Platz.
Der feine Haarkranz an den Samen sorgt dafür, dass sie leicht vom Wind verbreitet werden. So kann sich die Pflanze schnell auch in benachbarten Beeten ansiedeln. Um Neubewuchs zu verhindern, solltest du Blütenstände rechtzeitig entfernen und offene Bodenstellen mulchen.