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Garten-Tipps

Was tun gegen Unkraut im Garten? Mit diesen 3 Tipps entfernst du Löwenzahn, Giersch und Co.

Gerade in der warmen Jahreszeit sprießt das Unkraut im Garten an allen Ecken und Enden. Doch um das unliebsame Grün in Schach zu halten, braucht es nicht gleich die große Chemie-Keule. Wir zeigen dir drei Wege, wie du Unkraut im Garten umweltschonend loswirst.
So wirst du Unkraut im Garten natürlich los
Mit Brennnesseljauche wirst du Unkraut im Garten umweltschonend und ohne Gift los. Foto: pixabay.com/1195798

Es wächst in den Reihen des Gemüsebeets, zwischen den Gehwegplatten, in der Blumenrabatte: Unkraut ist in den meisten Gärten kein gern gesehener Gast. Das hat nicht allein ästhetische Gründe - das ungewollte Grün nimmt den Gartenpflanzen wichtige Nährstoffe weg und behindert so ihr Wachstum.

Viele Gartenbesitzer*innen legen deshalb viel Wert darauf, Unkraut von Zeit zu Zeit zu entfernen. Auf chemische Unkrautvernichter wollen die meisten aber inzwischen verzichten. Doch welche Alternativen gibt es? Wir zeigen drei Wege, wie man Unkraut im Garten umweltschonend und ohne Gift entfernen kann. 

Unkraut im Garten entfernen - umweltfreundlich und ohne Gift

Wer Unkraut ohne Gift loswerden will, muss sich nicht mit einer Hacke bewaffnen oder mühsam Stängel für Stängel auszupfen. Stattdessen lassen sich mit einigen wenigen Zutaten effiziente Hausmittel herstellen, die gegen Löwenzahn, Giersch und Co. helfen und dabei die Umwelt schonen.

Tipp 1: Ungesalzenes Kochwasser von Kartoffeln und Co. 

In den meisten deutschen Haushalten kommen regelmäßig Kartoffeln auf den Tisch. Das Wasser, in dem die Erdäpfel gekocht werden, lässt sich gut für die Unkrautbekämpfung verwenden. Dazu einfach das heiße Kochwasser direkt nach dem Kochen über die zu vernichtenden Pflanzen kippen. Die Stärke verstopft die Poren der Pflanzen, die sogenannten Stomata. In Kombination mit dem heißen Wasser macht sie den unliebsamen Pflanzen den Gar aus. 

Besonders empfehlenswert ist die Kochwasser-Methode auf Pflastersteinen und in Fugen, da so auch sicher keine umgebenden Nutzpflanzen zu Schaden kommen. Gibt man Schmierseife in das Wasser, kann das die Wirkung der Stärke verbessern. Wichtig ist allerdings, dass das Kochwasser kein Salz enthält. Alternativ zum Kochwasser von Kartoffeln kann auch das von Reis oder Nudeln verwendet werden.

Tipp 2: Alleskönner Brennnesseljauche

Brennnesseljauche ist ein echter Alleskönner: Neben Blattläusen und weißen Fliegen kann der Sud sogar Unkraut den Kampf ansagen. Um selbst Brennnesseljauche herzustellen, benötigt man:

  • circa 1 kg frische Brennnesseln
  • ein großes Gefäß (zum Beispiel ein Eimer)
  • 10 Liter Wasser

Und so geht's: Zerkleinere die frischen Brennnesseln und gib sie in das Gefäß. Anschließend gießt du das Wasser darüber, deckst den Sud ab und stellst ihn für etwa zwei Wochen an einen warmen, sonnigen Ort. Jeden Tag sollte der Sud einmal umgerührt werden. Nun gärt die Brennnesseljauche, was einen unangenehmen Geruch verursacht. Nach zwei Wochen Gärzeit ist die Jauche fertig und kann einfach über die Unkräuter gegossen oder gegebenenfalls gesprüht werden.

Tipp 3:  Holzasche hilft gegen Vermoosung 

Macht sich Moos auf dem Rasen breit, ist das ein Indiz dafür, dass der Boden verdichtet ist und sich Staunässe breit gemacht hat. Außerdem kann es sein, dass der Rasen zu viel Schatten abbekommt oder Nährstoffmangel herrscht. Dadurch wird das Gras geschwächt und es gelingt dem Moos immer mehr, sich über den gesamten Rasen auszubreiten.

Abhilfe kann Holzasche schaffen, die auf dem Rasen verteilt wird - das sorgt für eine gute Nährstoffversorgung des Grases mit unter anderem Kalium und lässt den Rasen bald schon wieder sprießen. Zu beachten ist, dass lediglich Holzasche diese Nährstoffvorteile mit sich bringt. Du solltest bei der Verwendung sichergehen, dass die Asche aus unbehandeltem Holz stammt, da giftige Stoffe aus zuvor behandeltem Holz nicht in den Boden gelangen sollten. 

Unkraut entfernen: Finger weg von Salz und Essig

Einige Hobbygärtner*innen schwören auf die Verwendung von Essig oder Salz, um den Unkräutern beizukommen. Dieser Garten-Tipp ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da sich durch die mehrmalige Behandlung der Unkräuter mit Essig- oder Salzlösungen der Boden rund um die Pflanze mit diesen Stoffen anreichert.

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Infolgedessen kommt es zu einer erhöhten Konzentration im Boden, die sich nur sehr langsam über einen langen Zeitraum abbaut. Der Essig sorgt für eine Übersäuerung des Bodens und das Salz erhöht den Salzgehalt im Boden in einem solchen Maße, dass dort lebende Mikroorganismen nicht mehr überleben können - das macht sich zwangsläufig auch bei anderen Pflanzen im Garten bemerkbar.

Doch die Folgen sind noch weitreichender: Das Salz und der Essig gelangen auch in das Grundwasser und können Schwierigkeiten in Kläranlagen oder der Kanalisation verursachen. Auf den Einsatz von Essig und Salz bei der Unkraut-Bekämpfung solltest du also unbedingt verzichten.

Auch das Hausmittel Natron hilft effektiv gegen Unkraut. Wie genau du es im Garten einsetzen kannst, erfährst du hier: Multitalent Natron: So befreit die Allzweckwaffe deinen Garten von Unkraut, Schnecken, Pilzen und Co.

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