Der Friedhof des Ortsteils Wirmsthal soll umgestaltet und neu bepflanzt werden. Bei einer Gegenstimme zeigte sich das Gremium in der letzten Sitzung vor der Sommerpause mit den Vorschlägen von Kreisfachberater Dieter Büttner einverstanden. Die Anzahl der freien Grabflächen würde zunehmen, ging er auch auf die sich ändernden Bestattungsformen ein.

Es gebe schlechtere Friedhöfe, aber Verbesserungspotential sei vorhanden, sagte er. Nach seinem Konzept soll die Eingangssituation durch das Pflanzen von zwei Bäumen einen torartigen Charakter bekommen und die dominanten Mauern durch Bepflanzung eine Auflockerung erfahren. Er favorisierte Staudenanlagen, statt der vielen Formschnittgehölze. Der Wirmsthaler Ortsbeauftragte Bernhard Herterich sprach sich für eine ganzheitliche Überplanung aus, die auch für die nächsten Jahrzehnte Bestand habe. Die jetzige Situation stamme aus dem Jahr 1976, betonte Dieter Brand und warnte davor, alles umzukrempeln. Bürgermeister Peter Bergel tendierte dazu, den Friedhof in erster Linie zu verschönern.

Ebenfalls bei einer Gegenstimme stimmte der Rat dem Entwurf der Verbandssatzung des Zweckverbandes der Touristischen Arbeitsgemeinschaft "Frankens Saalestück" samt Kostenverteilschlüssel zu. Hochgerechnet sei die VG Euerdorf mit 27,4 Prozent an den Kosten beteiligt, während Bad Kissingen 21,6 Prozent zahle, darin sah Elmar Hofmann ein Missverhältnis. Er forderte mehr Einfluss auf die Inhalte für den Markt Euerdorf. Der Markt Euerdorf wird in dem Gremium künftig vertreten durch Bürgermeister Peter Bergel und durch den 2. Bürgermeister Michael Röder, als deren Vertreter fungiert Bernhard Herterich.

Der Markt Euerdorf zeigte sich an einer Nutzung der Schulturnhalle für Veranstaltungen durch örtliche Vereine gegen Übernahme der nutzungsbedingten Mehrkosten interessiert. Zeitnah soll es jetzt zu einem Treffen mit Architekt und Planungsbüros kommen. Hierbei sollen die Kosten für die Baumaßnahmen auf dem Schulgrundstück und der Differenzbetrag zwischen Sanierung als Schulturnhalle und als Versammlungshalle erörtert werden. Bei einer späteren Nutzungsvereinbarung müsse außerdem sichergestellt werden, dass der Markt Euerdorf bei den außerschulischen Veranstaltungen Vorrang genieße.

Einstimmig sprach man sich für die Anschaffung von zwei Inground-Trampolinen zum Stückpreis von rund 4300 Euro aus. Kurzfristig entschied man sich hier für die verstärkte und damit belastbarere Variante. Die Anschaffung über das Regionalbudget hatte nicht geklappt, jetzt war man mit dem Antrag, unterstützt von 50 Familien, an die Gemeinde herangetreten.

Pflanzen, Schotter, Mörtel für Vorgarten

Nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen übernimmt die Gemeinde die Kosten für die Gestaltung des Vorgartens am Jugendraum. Unterstützt und beaufsichtigt durch die Bauhofmitarbeiter würden die Jugendlichen dort selbst Hand anlegen. Benötigt werde neben einem neuen Zaun noch Pflanzen, Fugenmörtel, Schotter und diverse Arbeitsgeräte. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 10 000 Euro.

Auch wenn der Marktgemeinderat beschloss, den Mitgliedern die Teilnahme an Sitzungen mittels Bild-Ton-Übertragungen bei entsprechender Pandemielage zu ermöglichen, will Bürgermeister Bergel die Hybrid-Sitzungen nicht zum Regelfall werden lassen. Die Verwaltung wurde beauftragt eine Umsetzung zu erarbeiten, aber die Anschaffung der Geräte erst zum gegebenen Zeitpunkt vorzunehmen.

Den freiwilligen Beitragsersatz Kindergarten über die 70 Prozent vom Freistaat hinaus lehnte der Rat ab.

Eine Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle, teilweise erst zwei Monate später, kann Dieter Brand nicht nachvollziehen. Aktuell sprach sich das Gremium dafür aus, auch noch nicht nachträglich genehmigte Niederschriften im Gemeindeblatt zu veröffentlichen - aber ohne Gewähr. "Das Interesse bei den Bürgern ist da, wir sollten die Veröffentlichung zeitnah vornehmen", bekräftigte Heike Vogt. Für eine Bewerbung am Energiecoaching plus entschied man sich bei zwei Gegenstimmen. Die Bauanträge entschied der Rat einstimmig: Anbau eines Treppenhauses, Erweiterung der Balkongeländer und Rückbau eines Dachstuhl in der Kissinger Straße, sowie den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Garage im Wiesenweg und den Neubau einer Lagerhalle zur privaten Nutzung ebenfalls im Wiesenweg. Des Weiteren der Neubau eines Einfamilienhauses mit zwei Stellplätzen im Fasanenweg und ein Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Finkenweg.

Trail-Strecke gesucht

Unter Verschiedenes berichtete Bergel von seiner Suche nach einem Gelände für eine Trail-Strecke. Er wolle dran bleiben und als nächstes den Platz zwischen Volleyballfeld und Sportplatz vorschlagen. Nicht einverstanden zeigte sich Elmar Hofmann mit den jüngsten Aussagen vom Wasserwirtschaftsamt. "Für mich ist Euerdorf einer der markantesten Hochwasserpunkte und das Wasserwirtschaftsamt hat uns nicht einmal auf dem Schirm", ging er auf einen aktuellen Zeitungsartikel ein. In Sachen Neubaugebiet gestand Bergel Schwierigkeiten mit der Findung von Ausgleichsflächen an. Zusammen mit dem Gewerbegebiet gehe es um fünf Hektar an Ausgleichsfläche. Die sei jetzt gefunden und nun stünden Arten-Nachweise an. Für die 43 geplanten Baugrundstücke hätte man schon 46 Anfragen, die man aber auf mindestens zwei Jahre vertrösten müsse.