Bürgermeister Armin Warmuth begrüßte Bürgermeisterkollegen aus zahlreichen unterfränkischen Kommunen sowie Vertreter von Bauverwaltungen und anderen Behörden.

Den diesjährigen Schwerpunkt bildete die barrierefreie Gestaltung von Städten. Von einem wichtigen Thema für die Zukunftsfähigkeit von Orten sprach Paul Beinhofer. Der Regierungspräsident von Unterfranken nannte den demografischen Wandel und die Inklusion als Entwicklungen, die gerade im baulichen Bereich große Anstrengungen erforderten. Die Schaffung von Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge sah Beinhofer ebenfalls als eine Aufgabe, bei der die Städtebauförderung helfen kann, zum Beispiel wenn dafür Leerstände in den Ortskernen genutzt werden.

Dass Barrierefreiheit mehr bedeutet als rollstuhlgerechte Zugänge, machten die Fachreferenten deutlich. Denn auch die Bedürfnisse von Seh- und Hörgeschädigten oder von kognitiv beeinträchtigten Menschen müssen beachtet werden. Barrierefreiheit kommt dabei nicht nur Behinderten und Senioren, sondern zum Beispiel auch Müttern mit Kinderwagen zugute.

Thomas Wieden vom Büro Holl/ Wieden stellte den Aktionsplan der Stadt Bad Kissingen vor, die zu einer der beiden unterfränkischen Modellkommunen für die Initiative "Bayern barrierefrei 2023" des Freistaats gehört. Barrierefreiheit betreffe alle, erklärte Armin Kraus, Berater von der Bayerischen Architektenkammer.

Weitere Referenten informierten über Neuigkeiten aus der Städtebauförderung. Matthias Staubach vom Büro Capatti Staubach erläuterte die Sanierung des Viehmarkts. Weitere städtebauliche Vorhaben der vergangenen Jahre konnten sich die Tagungsgäste am Nachmittag bei Führungen durch die Altstadt anschauen. Die Tagung der Städtebauförderung wird für Hammelburg für lange Zeit eine einmalige Veranstaltung bleiben. Die Stadt hatte sich wegen des 1300-jährigen Jubiläums um die Ausrichtung beworben. Die Tagung findet an jährlich wechselnden Orten statt.