Ein spektakuläres Szenario mit zwei zusammenstoßenden Personenkraftwagen am Ortseingang von Wittershausen ließ sich Kommandant Elmar Sell zur Schauübung anlässlich des 145-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Wittershausen einfallen. In der fast zweistündigen Übung mit zahlreichen Zaungästen, unter den kritischen Augen von Kreisbrandmeister Oliver Lukaschwitz und Kommandant Rainer Wanitschka aus Oberthulba, stießen die knapp 60 Floriansjünger bei der großen schwülen Hitze an ihre Leistungsgrenze. Dank eines eingesetzten Baukrans wurden die beiden Unfallautos in einem knapp drei Meter tiefen Wassergraben nach einer Steinbrüstung und das zweite Auto in dem morastigen Untergrund des Überlaufbeckens wahrhaftig spektakulär "verfrachtet".

Mit diesen Übungen zum Thema Menschenrettung sollen nicht nur der Leistungsstand der Feuerwehrkameraden unter extrem kritischen Bedingungen überprüft werden, sondern auch den Feuerwehren eine öffentlich wirksame Plattform bieten, um ihre Arbeit mit ihren immer komplexeren, technisch hoch entwickelten Geräten und Ausrüstung, der Bevölkerung vorzustellen. Es sei schlichtweg auch eine gute Werbung für die Feuerwehren allgemein, so Kreisbrandmeister Oliver Lukaschewitsch und Kommandant Elmar Sell.
Zum Festgottesdienst am Sonntagmorgen waren neben der Landkreisfeuerwehrführung mit Kreisbrandrat Benno Metz an der Spitze und KBM Oliver Lukaschewitsch, auch der Dritte Bürgermeister Mario Götz und Bürgermeister Thomas Hack aus der Nachbargemeinde Aura zum Jubiläum der Wittershäuser Wehr gekommen. Gekonnt zitierte dabei Kreisbrandrat Benno Metz die Worte des Pfarrers Weber aus seiner Predigt. "Feuerwehrleute seien nicht nur Hingucker", sondern in vielen Unglücks- und Brandfällen tatkräftige Anpacker. Die gute Zusammenarbeit zwischen allen Feuerwehren innerhalb der Gemeinde und auch der Patenwehr aus der Nachbargemeinde Aura verdeutlichte Bürgermeister Mario Götz in seinem Grußwort. Einen "kurzen Lebenslauf" zur Geschichte der Wehr brachte Kommandant und Ortsbeauftragter Elmar Sell in seiner Begrüßungsrede vor.
Mit Fahnenabordnungen aller Wehren der Marktgemeinde Oberthulba, sowie der Paten- und Nachbarwehr aus Aura zogen die Ehrengäste unter den Klängen des örtlichen Musikvereins zur Sankt Georgskirche, um neben dem Jubiläum auch dem Schutzpatron der Feuerwehren, dem heiligen Florian im Rahmen des Festgottesdienst würdig zu danken.