Zur Generalversammlung kamen gut 50 Kameraden im Vereinshaus der Freiwilligen Feuerwehr Oberthulba zusammen. Zu insgesamt 39 Einsätzen wurden die freiwilligen Helfer im Jahr 2015 gerufen; davon überwiegend technische Hilfeleistungen.


Engagement gewürdigt

Das beherrschende Thema in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres war die Unterbringung und Betreuung der neu angekommenen Flüchtlinge in der Marktgemeinde. "Ohne die vielen engagierten, ehrenamtlichen Helfer wären diese Einsätze nicht zu bewerkstelligen gewesen", so der Vorsitzende Tiemo Stürzenberger. "Aber wie lange schaffen es die Ehrenamtlichen noch?", gab Stürzenberger in Richtung der Entscheidungsträger in Bundes- und Landespolitik zu bedenken. Neben der Aktiven- und Jugendförderung und der Einsatzbilanz für 2015 standen auch Ehrungen des Vereins auf der Tagesordnung. Zu den Aktivitäten, die der Verein der Freiwilligen Feuerwehr im vergangenen Jahr bestritten hat, gehörte die Blut-Typisierungsaktion durch die DKMS am 22. März.


Neues Fahrzeug

Am 3. Juni musste sich die Wehr von einem lang gedienten Oldtimer, dem alten Wasserwerfer, verabschieden. Ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) wurde für dieses Jahr von der Bezirksregierung bereits in Aussicht gestellt. Zum Tag der Offenen Tür am 14. Juni gab es Vorführungen der Jugendfeuerwehr aus Oberthulba und Hassenbach. Im Juni besuchten Vertreter der Feuerwehr die Verbandsschule Thulbatal, um in den dritten Klassen die Brandschutzerziehungsprüfung der Schüler abzunehmen. Mit dem Besuch des örtlichen Kindergartens Ende Juli, konnten auch die Jüngsten erste Einblicke in die Arbeit der örtlichen Feuerwehr erhalten.
In seinem Einsatzbericht legte Kommandant Rainer Wanitschka die Zahlen für das Jahr 2015 vor. Hierbei konnten die insgesamt 166 Mitglieder, davon 54 Aktive, auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Insgesamt wurden 2617 Arbeitsstunden geleistet. Von den 39 Einsätzen, waren acht Brandeinsätze, 24 technische Hilfeleistungen, sechs Sicherheitswachen und ein Fehlalarm. "Das Jahr 2015 war das ereignisreichste in der Geschichte der Wehr", resümierte Kreisbrandinspektor Thomas Eyrich in seinem Grußwort.


Ehrungen

Für den aktiven Feuerwehrdienst wurde Lukas Zwecker für zehn Jahre; Michael Huschens und Mathias Zwecker für 20 Jahre ausgezeichnet. Für 40 bzw. 41 Jahre aktiven Dienst wurden insgesamt neun Kameraden ausgezeichnet: Bernd Bös, Karl-Heinz Höchemer, Paul-Thomas Krampert, Roland Mayer, Ewald Schmitt, Johannes Schmück, Robert Wehner, Bernd Wufka und Ludwig Schneider. Die offizielle, staatliche Ehrung erfolgt am 6. März 2016 im Rathaus Oberthulba.
Für die langjährige Vereinstreue wurden geehrt: Gottfried Schneider (70 Jahre), Karl Mayer und Horst Söder (60 Jahre), Hermann Fischer, Rudi Hippler und Bernd Keller (50 Jahre).
Bürgermeister Gotthard Schlereth bekannte abschließend in seinem Grußwort an die Floriansjünger: "Die freiwilligen Feuerwehren sehen sich einer immer größer werden Zahl von Einsätzen und Herausforderungen konfrontiert. Deswegen ist eine gute Ausbildung ebenso wichtig wie die richtigen Geräte am richtigen Ort zu haben, um im Notfall Hilfe leisten zu können."