Jonas Leefmanns Rekord von 5:50 Minuten beim Sulzthaler Bergzeitfahren bleibt ungebrochen. Dennoch war Sieger Steffen Ziemendorf aus Coburg, dessen Freundin aus Bad Kissingen stammt, mit 5:59 Minuten flott unterwegs und verfehlte die Rekordmarke nur um wenige Sekunden. Zweitschnellster war mit 6:03 Minuten vier Sekunden knapp dahinter Manuel Durlak und Dritter mit 6:23 Marcel Bergelt.

Es war das elfte Sulzthaler Bergzeitfahren, das die Ritzelfuchser organisiert hatten. Bester Sulzthaler war Fabian Keller mit 7:20 Minuten. Er gewann in der Gaudiwertung das Zehn-Liter-Fass Kreuzbergbier. Beste Frau war mit 8:18 Minuten Sabine Herterich aus Ramsthal. Die Sulzthalerin Elisa Unsleber schaffte den Berg in 13:53 Minuten. Am Start waren auch Familien-Tandems, Väter wie Andre Seufert mit zwei Kindern im Anhänger und Oldies, wie zum Beispiel der 76-jährige Waldemar Fella aus Wasserlosen. Oder Birgit und Matthias Diemer, die seit acht Jahren zusammen mit ihren beiden Kindern Pia und Florian an den Start gehen.

15 Anmeldungen mehr als 2014

Warum quält man sich unter großer Anstrengung den Berg hinauf? Für den außenstehenden Zuschauer mag es kaum zu begreifen sein, dass sich die Teilnehmer schon das ganze Jahr auf dieser Tortur freuten. "Ja, es wurden immer mehr in den vergangenen Jahren", kann Organisationsleiter Christian Schmitt von den Ritzelfuchsern anhand seiner Listen bestätigen. Zeitgemäß erfolgen viele Anmeldungen über das Internet. Heuer wurden 55 Startnummern vergeben, im Vorjahr waren es 40. Uwe Bindrum und Martin Halbig moderierten das Geschehen aus ihrem Anhänger am Rand des Dorfplatzes. Gestartet wurde im Minutentakt von der Bushaltestelle am Schlangenweg. An der Kreuzkapelle war das Ziel nach drei Kilometern erreicht.

Freilich fehlte auch heuer nicht der sportgestählte Reinhard Vogler aus Schwärzelbach, der in seiner Altersklasse M60 locker den Sieg in 7:22 Minuten holte. "Ich fahre gerne mit meinem Rad den Berg hinauf, obwohl mein persönlicher Schwerpunkt mehr auf dem Laufen liegt", sagt der 65-Jährige. Im September trete er zur Weltmeisterschaft im Berglauf an. Mit der Startnummer eins an seinem Mountain-Bike das erste Mal unterwegs beim Sulzthaler Bergzeitfahren war Gerhard Czichos aus Gambach. Der 47-Jährige schaffte die Strecke in 9:50 Minuten. "Mir geht es hier nicht um einen Siegerpokal", meint er und fügt an: "Ich fahre daheim auch im Winter Fahrrad". Durch seinen Bekanntenkreis habe er von dieser Veranstaltung erfahren und sei neugierig geworden.
Beim Feiern auf dem Dorfplatz waren 30 Helfer, auch von der Feuerwehr, im Einsatz. Freilich gebe es auch im kommenden Jahr ein Bergzeitfahren, versichern die Ritzelfuchser.