Für Diskussionen sorgte im Gemeinderat - wieder einmal - die Johannes-Petri-Schule, deren Sanierung neu ausgeschrieben werden musste und mit höheren Kosten verbunden ist. So steigen die Kosten für die Elektrotechnik und den Sektor Heizung-Lüftung-Sanitär um jeweils 200 000 Euro, obwohl der Gemeinderat für die günstigsten Angebote in der Objektplanung und der technischen Ausrüstung entschied.
Der Schwerpunkt liegt auf der energetischen Ertüchtigung. Die Maßnahmen im Gebäudeinneren sollen nach Vorstellungen der Regierung von Unterfranken auf einen Mindestumfang beschränkt sein. Dies forderte die Kritik der Gemeinderäte Alfons Hausmann und Bernhard Büttner heraus. "Was haben Kinder von einer energetischen Sanierung?", fragte Hausmann, der mit der inzwischen angewachsenen Kostensumme von nahezu sechs Millionen Euro haderte. Er vermutete, dass "in zehn Jahren ohnehin wieder eine Sanierung fällig ist".

Gebäude überaltert

Bürgermeister Karlheinz Kickuth wies darauf hin, dass er "bei der Regierung immer darauf gedrungen habe, die bisherigen Kosten möglichst nicht zu überschreiten". Volker Partsch hält dagegen das Gebäude und die Elektroinstallation für überaltert. "Mit den derzeitigen Kosten sind wir im Vergleich zu den umliegenden Schulen im Lot. Die Preise sind nicht übertrieben. Wir sollten nach vorne schauen - auch wenn es in der Vergangenheit Fehler gab", so Partsch. Auch Günter Zink appellierte an die Vernunft. "Wir haben so viel in die Schule investiert und sollten jetzt nicht wieder bei Adam und Eva beginnen und zum Schluss möglicherweise zehn Millionen Euro riskieren", meinte er. Nach Worten des Bürgermeisters hat die Regierung die neue Planung überprüft und für gut geheißen.

Weg wird asphaltiert

Mehrheitlich beschloss der Rat die Asphaltierung des Wegs von der Schule bis zur Zufahrt des Langendorfer Sportplatzes. Dafür lag ein Angebot der Firma Ullrich zum Preis von rund 7000 Euro vor, das eine zwei Meter breite Tragdeckschicht mit acht Zentimetern Stärke vorsieht. Die Jagdgenossen beteiligen sich mit 1000 Euro an der Maßnahme. Rainer Kuhn konnte sich keinen Reim darauf machen, dass "ganz Langendorf gegen Flächenversiegelung ist, und dann so ein Antrag vorliegt". Hausmann schätzte den Feldweg als "Spazierweg" ein und plädierte für zwei Meter Breite. Partsch befürwortete die Herstellung im Sinne älterer Bürger und Rollstuhlfahrer. Zur bevorstehenden Erneuerung der Autobahnbrücke bei Langendorf bestand Kickuth bei einem Ortstermin mit den Fachbehörden auf einen Schallschutz - sowohl an der Brücke wie auf der Fahrbahn. "Die erste Wohnbebauung liegt nur ein paar Meter weg", begründete er. Nach anfänglichem Widerstand stimmten die Fachleute seinem Wunsch zu, so der Bürgermeister.
Der Markt erstellt ein Haushaltskonsolidierungskonzept, für das die vom Staat in Aussicht gestellte finanzielle Stabilisierungshilfe Grundlage ist. Der 10-Punkte-Katalog bedingt unter anderem, dass beispielsweise die Hebesätze kommunaler Steuern erhöht oder Miete von Vereinen, die gemeindliche Liegenschaften nutzen, zu erheben sind. Bei der erstmaligen Antragstellung lag ein solches abschließendes Konzept noch nicht vor. Deshalb musste eine Absichtserklärung darüber entscheiden, ob die Gemeinde Elfershausen das staatliche Angebot in Erwägung zieht. Antragstellung und die Eingabe des Punkte-Katalogs sind allerdings noch nicht verbindlich für die Inanspruchnahme der Stabilisierungshilfe, über die der Gemeinderat noch beschließt. Der Rathausobere pochte außerdem auf eine Veröffentlichung der Entgelte für sich und seine Stellvertreter, nachdem ein Gemeinderat diese in einer Bürgerversammlung unrichtig dargestellt hatte. Das eigene Gehalt benannte Kickuth mit 5288 Euro brutto. Hinzu kommen die Fahrtkostenpauschale und die Aufwandsentschädigungen. Das Salär des Zweiten Bürgermeisters beträgt 575 netto und des Dritten Bürgermeisters 114 netto plus Sitzungsgelder. Gemeinderat Hausmann bat um eine Satzungsänderung bezüglich der Protokolle nicht öffentlicher Sitzungen, die - einschließlich Ergebnis - den Räten zugeleitet werden sollte. Der Antrag wird geprüft.