Seinen offiziellen Abschied von der Kirchengemeinde nahm Pfarrvikar Sebastian Ray Murphy am Sonntag in der Stadtpfarrkirche. Pfarrer Thomas Eschenbacher leitete den Gottesdienst. Unterstützt wurde er von den Konzelebranten Diakon Kim Sell, Pfarrer Edwin Erhard und Diakon Ewald Bahn. Murphys Nachfolger wird Pfarrvikar Alexander Berger aus Kitzingen sein.


Sieben Jahre in Deutschland

Ja, Murphy habe sich gut eingelebt, blickte Eschenbacher auf dessen insgesamt siebenjährigen Aufenthalt in Deutschland zurück. Die vergangenen drei Jahre davon waren im Bereich der Pfarreien-Gemeinschaft "Sieben Sterne im Hammelburger Land". Am Dienstag, 11. Oktober, wird Murphy in den Flieger steigen und in seine angestammte Heimat Indien zurückkehren. Doch er fliegt nicht alleine. Rund 40 Hammelburger werden ihn dabei begleiten.


"Er war immer da"

Im Namen des Pfarrgemeinderates sprach Arnold Eiben (CSU) die Abschiedsworte und überreichte ein Symbolbild der "Sieben Sterne". Murphy habe die Herzen der Kirchengemeinde erreicht. Er habe sich um die Sorgen und Nöte der Leute gekümmert. Dabei habe Murphy in seiner zurückhaltenden Art sich nie in den Vordergrund gedrängt. "Aber er war immer da, wenn seine Hilfe gebraucht wurde", so Eiben. Vor allem Murphys soziales Engagement werde man nicht vergessen.
"Nun ist die Zeit für mich gekommen, in meine ursprüngliche Heimat zurückzukehren", verabschiedete sich Murphy. Er werde sich dort weiterhin für Projekte einsetzen, die Hilfsbedürftige unterstützen, betonte er.
Seine Hammelburger Zeit werde er im Herzen behalten. Murphys Worte kamen auch bei den Hammelburger in der vollen Stadtpfarrkirche an, wie der kräftige Applaus zum Ende bewies. Bei einem anschließenden Empfang konnten die Gäste noch persönlich von Murphy Abschied nehmen.