Drei neue Pagodenzelte grüßen im Burghof des Wahrzeichens von Elfershausen. Stilgerecht und farblich zur Ruine passend, wirken sie wie ein Aufbruchssignal für die Wiederbelebung der Ruine, an der die Pandemie und ihre Konsequenzen nicht spurlos vorbeigingen. Nur sporadisch geöffnet, musste auch die Landmarke ihre Tore für Veranstaltungen geschlossen halten.

Pro Zelt 28 Quadratmeter

Die Zelte, aufgebaut von Mitarbeitern der Eschenbach-Zeltbau aus Bad Königshofen und dem Vorsitzenden der "Freunde der Trimburg", Micha Strauß, bieten künftig Schutz vor Regen, aber auch vor Sonneneinfall an heißen Tagen und sind damit ein idealer Unterschlupf für Gäste und Akteure. Regenrinnen und Diagonalverstrebungen werden noch eingebaut. Pro Zelt stehen dann rund 28 Quadratmeter geschützter Raum zur Verfügung.

Finanziell ermöglicht wurde die Neubeschaffung - wieder einmal - durch maßgebliche Unterstützung aus dem Regionalbudget der Kommunalen Allianz Fränkisches Saaletal, das die Bemühungen der Trimburgfreunde und der Vereine, die an Sonn- und Feiertagen die Bewirtung auf der Burg übernehmen, in dieser Weise würdigte. Ein wesentlicher Vorteil der Pagoden ist die bessere Planbarkeit für die bewirtenden Vereine.

Bewirtung erleichtern

"Um die Bewirtung und Erschließung der Burgruine nachhaltig weiterführen zu können, sind Investitionen in die Technik unabdingbar. Investitionsziel ist es, die Bewirtung durch ehrenamtliche Helfer so gut wie möglich zu erleichtern und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern", so Strauß. "Von Mai bis Oktober stehend, fügen sich die Zelte hervorragend in das Denkmal ein, denn sie sind nicht - wie üblich quadratisch - sondern in sechseckiger Form versetzt erstellt und erinnern an Ritterzelte", lobte der Vorsitzende.

Sicherlich eine lohnende Investition, denn in den historischen Mauern treffen sich Menschen jeden Alters zu einem Beisammensein. Hier werden Theaterstücke ausgeführt, Konzerte veranstaltet und Workshops zu unterschiedlichen Themen abgehalten. Ortsverbände und politische Parteien nutzen die Burg zum Austausch und zur Kommunikation, für Paare ist sie ein beliebter Ort hier die Ehe zu schließen und Kinder haben ihre helle Freude wenn sie gemeinsam mit stattlichen Rittern als Knappen tafeln dürfen. Dank der Vielzahl von Wanderwegen eröffnet die Burg vielen Menschen nicht nur eine Einkehr- und Ruhemöglichkeit, sondern auch den Zugang zur Natur und zur Landschaft des Saaletals.

Der stellvertretende Allianz-Vorsitzende und Bürgermeister von Elfershausen, Johannes Krumm, nannte das Regionalbudget "eine gute Sache". Der Markt profitierte von dieser Einrichtung mit vier Projekten. Krumm hoffte, "dass es so weitergeht". Die Freunde der Trimburg sollen sich Gedanken darüber machen, was noch möglich ist, um qualitative Verbesserungen auf der Trimburg zu erreichen. An Ideen können sich Privatpersonen, Vereine und Firmen beteiligen. Wer bei der Übergabe der Zelte natürlich nicht fehlte, war Burgführer, Archivar und langjähriges Vorstandsmitglied, Alt-Bürgermeister Otmar Pfister.

Strauß wie auch Krumm dankten abschließend Allianz-Manager Holger Becker und der Vergabe-Jury der Allianz für die Unterstützung. Für die Zusammensetzung des Entscheidungsgremiums und der künftigen Kriterien steht eine Neu-Konzeption an, über die man sich Gedanken machen solle, so Becker.