Erstmals nach drei Zuwachsjahren musste der Rhönklub-Zweigverein heuer einen Mitgliederschwund hinnehmen. Die Ideal-Zahl, die Vorsitzender Günter Dittmar in der Jahreshauptversammlung im Pfarrzentrum auf 20 Neueintritte bezifferte, wurde in diesem Jahr nicht erreicht.
"Ich mache mir große Sorgen über unseren zu den Gründern des Rhönklubs zählenden Verein. Aber ich habe einen Traum, wer den Zweigverein führen könnte", ließ Dittmar wissen - allerdings ohne einen Namen zu nennen. "Ich hoffe, ihr erkennt den Ernst der Lage und arbeitet an der Zukunft des seit 140 Jahre bestehenden Zweigvereins mit - besonders die Jüngeren", appellierte er an rund 150 Anwesende.
Erschwerend kommt hinzu, dass Dittmars Stellvertreter Hermann Feiler bereits jetzt sein Amt aus Altersgründen niederlegte. "In deiner agilen Art warst du mir immer eine große Stütze", versicherte er dem Scheidenden, der "gerne auf die Menschen zuging" und eine stattliche Zahl von Klub-Mitglieder warb.
Der Zweigverein steht parat wenn die Stadt Hammelburg, die im kommenden Jahr ihr "1300-Jahre"-Jubiläum feiert und den 7. Rhöner Wandertag ausrichtet. Zwar ist dies eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Rhön (ARGE), doch erklärten die Hammelburger sich bereit bei der Auswahl der Wanderungen, bei Markierungen und Führungen zur Seite zu stehen. Gespräche zur Bestandsaufnahme vorhandener Wege, führt der Verein demnächst, informierte der Vorsitzende, der Wanderwarte und Aktiven um Mithilfe bat.


Dank an die Helfer

In seinem Bericht stellte er die Arbeit und den Fleiß der Mitglieder heraus, die auch künftig notwendig sind. "Ohne euch geht es nicht", unterstrich Dittmar, der vor allem die Bereitschaft der Ehrenamtlichen lobte, die einen lückenlosen Wanderplan für das Seniorenwandern erstellen. Ein besonderes Dankeschön galt der Familie Leidner, die ihr Naturgelände für Feiern zur Verfügung stellen.
Zufrieden zeigte sich Dittmar zwar mit der Mitgliederentwicklung, jedoch nicht mit der Altersstruktur. "Uns fehlen jüngere Mitglieder und Familien im Alter von 30 bis 50 Jahren", stellte er fest. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt derzeit bei knapp 70 Jahren.
4017 Wanderer sind registriert, die eine Gesamtstrecke von 31 370 Kilometer bewältigten. Mit sportlichen Wanderungen will der Verein jüngere und leistungsfähige Mitglieder ansprechen. Diese Sparte wird auch im neuen Jahr angeboten. Für die "normalen" Strecken galt den Wanderwarten Josef Roider und Gerhard Wollmann ein Lob.


Auf gesunden Füßen

Das Seniorenwandern bleibt mit 73 Prozent Teilnehmern "das Rückgrat des Vereins". An den knapp 50 angebotenen Touren beteiligten sich im Schnitt je 60 Senioren. Das Radwandern unter Wolfgang Jordan schlägt mit 21 Touren und 220 Radlern zu Buche. Eine mehrtägige Radtour wird 2016 am Main-Donau-Kanal angeboten. Schatzmeister Winfried Schlereth gab den Kassenbericht. Demnach steht der Zweigverein auf "gesunden Beinen".
Langjährige Mitglieder ehrte der Vorsitzende mit dem Treueabzeichen, das für 40-jährige Mitgliedschaft Franz Becker, Paula Bergander, Eckard Bludau, Käthe Bräunlein, Günter Dittmar, Otto Faltus, Anneliese und Siegfried Krebs und Anni und Friedrich Rau entgegennahmen. Seit einem Vierteljahrhundert halten Else Gößmann, Albin Heim, Gerda Neuland und Pfarrer Josef Treutlein dem Zweigverein die Treue.
Hammelburgs Ex-Stadtpfarrer Treutlein warb für den Fränkischen Marienweg. "Jeder Wanderer ist willkommen", betonte der Geistliche.
Ein besonderes Lob erhielt die entschuldigte Maria Otte, die seit 50 Jahren Mitglied ist. Sie war 12 Jahre Senioren-Wanderwartin und arbeitete aktiv im Vorstand mit. Die Auszeichnung mit dem Wanderleistungsabzeichen in den verschiedenen Stufen erhielten Franz Becker und Günter Dittmar (Stufe 40), Georg und Renate Hüfner, Anton Klubertanz, Gisela und Werner Strerath und Anneliese Tintelott (Stufe 20) sowie Marianne Geis, Lutz Lothar Lang, Günter und Maria Lutz, Susanne Rottenberger und Karl Zink (Stufe 10).