"Der zeitliche Spielraum für unser Handeln wird immer enger", informierte Schießer den Gemeinderat. Nur über einen Zusammenschluss der beteiligten Kommunen könne die Ablehnung der Stromtrasse Erfolg haben. Die Kapazität der Leitung entspreche mehreren Atomkraftwerken. "Das ist drei Mal Grafenrheinfeld", machte Elmar Hofmann (Bürgerblock Euerdorf) deutlich. Ganz Bayern würde sich mit dieser Stromtrasse abhängig machen, gab er zu bedenken.

Sorge um Naturschutz

"Wir brauchen weder den politischen Druck noch diese Trasse", schloss sich Guntram Gock (FWG Wirmsthal) an. Schießer unterstrich: "Mühsam erkämpfte Ziele unserer Region wie Naturschutzgebiete und das Biosphärenreservat Bayerische Rhön stehen auf dem Spiel."
Nur 25 statt der bisher üblichen 50 Cent pro Einwohner soll die Caritas für 2014 und nächstes Jahr als Unterstützung von der Marktgemeinde erhalten, entschieden die Räte nach längerer Diskussion mit 9:3 Stimmen.
Was in den Vorjahren Formsache war, hatte jetzt Signalwirkung. Die Caritas betreibe eine Personalpolitik wie zu Kaiserzeiten, kritisierte Ratsmitglied Elmar Hofmann. "Die Caritas sollte sich darüber Gedanken machen", meinte auch Michael Fell (CSU/FWG). Dem schloss sich ebenso Dietmar Büchner (CSU/FWG) an: "Wir sollten einen eindeutigen Hinweis an die Caritas geben."
Einmütige Zustimmung gab es indes für die von der Philippischen Stiftung (Haus der Familie) beantragte Förderung von 50 Cent pro Einwohner für die Jahre 2014 und 2015.

Unimog wird repariert

Grünes Licht gaben die Räte für die Reparatur des Gemeinde-Unimogs. Der sei schon seit 15 Jahren zuverlässig im Einsatz, nun müssten aber einige Verschleißstellen erneuert werden, erklärte Schießer. In einer Würzburger Werkstatt soll der Unimog auf Vordermann gebracht werden. Gute Nachrichten gab es zum neuen Wirmsthaler Feuerwehrauto. "Das Fahrzeug ist an die Firma Ziegler übergeben worden, wo nun die Aufbauten montiert werden", informierte Schießer.