Alfred Gündling (59) gehört dem Gemeinderat seit 2008 an und gewann die Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren gegen einen favorisierten Gegenkandidaten. Zu Beginn seiner Amtszeit war er noch berufstätig. Als sein früherer Arbeitgeber sein Unternehmen aufgab, konzentrierte sich Gündling voll auf das Bürgermeisteramt. Sein Bestreben war, die gewählten Gemeinderäte der ersten gemeinsamen Liste in Ramsthal auf einen guten und erfolgreichen Weg für die Gemeinde zu bringen.

Der Abschied von seinem Amt fällt Gündling nicht leicht. "Wenn ich etwas gemeinsam mit dem Gemeinderat erreicht habe", bewertet er als erfreulichste Erfahrung der vergangenen Jahre. In seine Amtszeit fiel eine Fülle von Maßnahmen, die teilweise vom vorherigen Gemeinderat schon initiiert waren oder auch neu angepackt wurden. Erneuerbare Energien hatten hierbei eine besondere Bedeutung. So wurde der Ramsthaler Windpark 2016 in Betrieb genommen. Auf der ehemaligen Erdaushubdeponie, die kostenneutral für die Gemeinde renaturiert wurde, entstand ein Solarpark, der der Gemeinde jährliche Einnahmen bringt.

Die Realisierung der bestehenden Planung für den terroir f-Punkt war für ihn ein Höhepunkt. Der Aussichtspunkt wird von Wanderern gerne besucht und für diverse Veranstaltungen genutzt. Inzwischen konnte er dort bereits Trauungen mit Ausblick über das Weindorf vornehmen. Der zu den "Magischen Punkten des Frankenweins" zählenden Aussichtspunkt wurde mit Unterstützung der LWG Veitshöchheim und der unteren Naturschutzbehörde gebaut. Auch der in Zusammenarbeit mit dem "Fränkischen Saalestück" entwickelte Wein-Genuss-Weg wurde in seiner Amtsperiode zur Verbesserung der touristischen Struktur auf den Weg gebracht. Die Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" brachte eine Auszeichnung für die Gemeinde. Auch der Friedhof wurde als "Ort der Würde" ausgezeichnet. Im Bereich des Friedhofs entstanden auf Initiative aus dem Gemeinderat Urnenerdgräber und ein Urnenfeld.