Laden...
Ramsthal
Tourismus

Ramsthal bekommt "terroir f"-Aussichtspunkt

Am Pavillon in den Ramsthaler Hängen entsteht ein besonderer Aussichtspunkt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Besucher können über den alten Weinberg auf Ramsthal blicken.Foto: Arkadius Guzy
Die Besucher können über den alten Weinberg auf Ramsthal blicken.Foto: Arkadius Guzy
+1 Bild
Am Pavillon in den Weinbergen bietet sich Spaziergängern und Wanderern ein Ausblick auf den ganzen Ort. Als "terroir f"-Punkt wird diese Landmarke für Touristen nun noch markanter herausgehoben.

"Mich wundert es selber, wie viele Leute hier vorbeilaufen. Wir haben ständig Besucher. Es sind nicht nur Ramsthaler, sondern auch Tagesgäste", sagt Bernhard Gößmann-Schmitt. Zusammen mit Matthias Konrad legt er seit vergangener Woche eine Natursteinmauer Nahe am Pavillon an. Die Mauer ist ein Gestaltungselement für den neuen "terroir f"-Aussichtspunkt.

Das Projekt "terroir f" ist eine Idee des Arbeitskreises "Franken - Wein.Schöner.Land!". "terroir f"-Orte sind "magische Orte des Frankenweins", wie es heißt. "Es sind Orte, die man im Gedächtnis behält. Orte, an denen einem der Ausblick den Atem raubt. Orte, die einen in der Landschaft lesen lassen wie in einem offenen Buch. Orte, an denen man das Gefühl hat, seit langem mit dieser Landschaft befreundet zu sein."

Landschaftspunkte in Iphofen, Sommerhausen und Volkach waren die ersten Stellen, die speziell gestaltet wurden. Jüngst, Anfang Mai, ist der Stollberg in Handthal (Landkreis Schweinfurt) dazugekommen. Ramsthal könnte einer der nächsten Orte sein. Bis zu den Sommerferien soll nach Möglichkeit alles fertig werden.

Der Pavillon, der ein neues Dach bekommen hat, muss innen noch neu gestrichen werden. Auf dem Platz davor werden drei Metallfahnen aufgestellt. Sie kennzeichnen jeden "terroir f"-Aussichtspunkt. Die Orte sind jeweils einem Thema gewidmet. In Ramsthal geht es um die Weinbaugeschichte. Informationsstelen erklären zum Beispiel die früher übliche Pfahlerziehung der Rebstöcke, wie Gößmann-Schmitt erklärt. Die Besucher können diese ursprüngliche Anbaumethode, bei der die Rebzweige an Holzstickeln nach oben gebunden wurden, auch gleich an einem Weinberg besichtigen.

Oberhalb des kleinen Rebhangs wird es eine Sitzgelegenheit mit stilisierten Weinkisten aus Metall geben. Die Fundamentstreifen liegen dafür schon bereit. Außer der kleinen Natursteinmauer am Pavillon entstehen auch noch zwei zwei Meter hohe Mauerabschnitte am Fuß der Aussichtsplatte. Dieses Mauerwerk aus großen Steinblöcken ist eine Ausgleichsmaßnahme für die Windkraftanlage.

Die Fläche um den Pavillon wird mit Rasenschotter bedeckt. Das Plateau steht dann für kleine Feierlichkeiten zur Verfügung. Dafür hat die Gemeinde Strom, Wasser und Kanal bis zum Pavillon legen lassen. Früher gab es dort schon einmal einen Weinausschank, organisiert vom Angelsportverein, wie Gößmann-Schmitt erinnert.