Als "Gute Tradition" bezeichnete Bürgermeister Mario Götz die Halbjahres-Rückblicke in den Bereichen Hoch-/Tiefbau, Kämmerei und Hauptverwaltung, bei der jüngsten Marktgemeinderatssitzung. Vieles sei erwartungsgemäß verlaufen, aber sehr ernüchternd sei, das man nach heutiger Sicht rund 1,1 Millionen Euro weniger an Einnahmen habe als geplant. "Das ist eine Herausforderung, aber es haut uns nicht um und es gibt Lösungen. Wir müssen wahrscheinlich auch über Neuverschuldung nachdenken, aber verantwortungsvoll und bezahlbar", gab Götz zu bedenken.

Weniger Gewerbesteuer

Die Einnahmen bei der Gewerbesteuer gingen stark zurück und bei der Umsatz- und Einkommensteuerbeteiligung sei ebenfalls mit einem Rückgang zu rechnen, so Kämmerer Klaus Blum in seinem Halbjahresbericht. Das Betriebsergebnis in der Forstwirtschaft liege deutlich unter dem Vorjahresergebnis, die Personalkosten lägen im Rahmen, im Fahrzeugunterhalt würden Mehrkosten entstehen. Die Bauausgaben der Investitionsprogramme würden sich in das 2. Halbjahr verschieben. Näheres ergebe hier die Prioritätenliste, die der Marktgemeinderat noch festlege.

Bernd Wald und Thomas Kirchner berichteten über Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Markt Oberthulba, allem voran die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte Thulba. Die Erneuerung von Grünanlagen und Blühflächen hätten zur Ortsverschönerung, das Säubern von Gräben und Bankette zum Hochwasserschutz beigetragen. Einige Straßenbauarbeiten stünden an, das Entrümpeln des Rhönhofs in der Quellenstraße beginne voraussichtlich in zwei Wochen. Geschäftsführerin Nicole Wehner berichtete über das Aufgabenfeld der Hauptverwaltung, derzeit lägen 25 Projekte vor. Darunter Organisationshandbücher für Wasser und Bauhof. Im Bereich Schule das Digitale Klassenzimmer, Tabletklassen und WLAN. Im Bereich der Allianzen das Klärschlammprojekt, Archivkraft, Sturzflutmanagement und der Umgang mit Erdaushub, daneben Breitbandausbau, EDV, Kindergärten und vieles mehr.