Jeden Morgen, jeden Mittag und jeden Abend checkt Paul Springer sein Instagram-Profil und damit auch das von "Frankens Saalestück". "Ich stecke viel Zeit rein", sagt der 20-jährige Hammelburger und schätzt den täglichen Aufwand auf durchschnittlich eineinhalb Stunden. In rund zweieinhalb Jahren hat er es bereits zu mehr als 2200 Followern gebracht. Deshalb ist auch Verena Dotzel, Leiterin der Hammelburger Tourist-Info, auf Paul Springer aufmerksam geworden. Schließlich werde die Instagramability immer wichtiger: Gäste kommen mit ihrem Lieblingsmotiv in die Tourist-Info und wollen wissen, wo sie genau dieses Foto machen können.

Paul Springers Spezialität sind Landschaften. "Ich nehme mir gerne viel Zeit", erzählt er. Auf dem Stativ belichtet er in der Dämmerung bis zu 30 Sekunden. Für noch längere Belichtungszeiten hat er sich einen "Star Tracker" gekauft, der die Kamera mitführt und damit die Erdrotation ausgleicht.

Erst vor dreieinhalb Jahren hat Paul Springer das Fotografieren entdeckt, zunächst mit dem Handy und einer Kompakt-Kamera. "Bei tageshellen Bildern macht es kaum einen Unterschied", sagt der Einzelhandelskaufmann. Aber die Ansprüche wachsen, mittlerweile hat er eine Drohne, um das Saaletal, die Rhön und Urlaubsorte aus der Luft zu erkunden.