Rund 30 Anwohner trafen sich zum Ortstermin. Im Fokus stand die Schwärzelbacher Ortsdurchfahrt, die im Lauf der kommenden Jahre saniert werden soll. Wünsche konnten geäußert und erste Erfahrungen ausgetauscht werden.
"Wie viel kommt an Kosten auf mich zu und können sich das arme Rentner leisten?", wollte ein Anlieger wissen. Bürgermeister Jürgen Karle: "Es gibt noch keine Kostenschätzung." In Notfällen könne von Stundungsanträgen Gebrauch gemacht werden. Ein weiterer Anwohner meinte: "Hundert Jahre brauchten wir keinen Gehweg - warum sollen wir jetzt einen bekommen?".


Gedanken über die Umleitung

Befürchtet wurden Schäden an den neuen Bordsteinen und Gehwegen durch den Schwerlastverkehr. "Das Parken vor meiner Haustüre wird vorbei sein, wenn statt meines Autos ein Gehweg den Platz braucht", machte ein weiterer Anwohner geltend. Man sollte an Sicherheitsmaßnahmen im Bereich des Kindergartens denken, so eine weitere Stimme. Und dann machte man sich Gedanken, wie der Straßenverkehr während der Bauphase umgeleitet würde.
Für die Sanierung dieser Ortsdurchfahrt sei das Staatliche Bauamt Schweinfurt zuständig, weil dies eine Staatsstraße sei, erklärte Karle. Was aber die Anwohner besonders interessierte, das waren die geplanten Gehwege. Werden doch dafür die Gemeinde und die Anwohner zu einem gewissen Anteil demnächst zur Kasse gebeten.
"Es wird bei der Kostenaufteilung gerecht zugehen", versprach Karle. Außerdem sei das Projekt eine förderfähige Koproduktion mit der Dorferneuerung. "Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) ist mit im Boot, was für die Anlieger ein großer Kostenvorteil ist", erklärte Karle.
Doch zunächst stehe dieses Kostenthema nicht an bei dieser ersten Vorbesichtigung. Und eine erste Vorplanung dauere mindestens ein halbes Jahr. "Danach wird es eine Anlieger-Versammlung geben", so Karle. Ja, auch da sei es nicht zu spät, um dann noch Wünsche zu Planänderungen zu äußern. Jetzt gehe es um die Gestaltung der Straße, Gehwege, Einfahrten und Nebenplätze. "Es ist noch alles offen, so zum Beispiel auch, ob es den Gehweg nur auf einer Straßenseite oder auf beiden Seiten geben wird", sagte Karle.


Leitungen werden überprüft

Die Kosten für die Sanierung der Fahrbahn trage zu 100 Prozent das Staatliche Bauamt, so Karle. "Freilich wird die Gemeinde Wartmannsroth bei dieser Gelegenheit den Zustand der Kanal- und Wasserleitungen prüfen, wenn die Straße aufgerissen ist", erklärte der Bürgermeister. Denn es mache keinen Sinn, kurz nach der Sanierung die Ortsdurchfahrt wegen eines eventuell anstehenden Kanalschadens wieder aufzureißen. Außerdem würde an Leerrohre für Datenleitungen gedacht.


Ideen in jeder Phase willkommen

Wie schon heuer im März waren die Vertreter der beteiligten Ämter zur Stelle. Matthias Wacker und Gerd Häpp vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt sowie Michael Kuhn vom Amt für Ländliche Entwicklung aus Würzburg. Außerdem war Landschaftsplaner Valtin Dietz (Dietz und Partner) zugegen. "Das Straßenbauamt plant die Fahrbahn und Dietz übernimmt die Planung ab Gehwegkante", sagte Wacker. Ideen für Gestaltungsmöglichkeiten seien in dieser Phase willkommen und würden für eine Vorplanung gesammelt.
Bezüglich der Verkehrsbelastung kommentierte Häpp: "Das ist ganz überschaubar. Unter 1000 Fahrzeuge täglich, davon höchstens 60 Lkws."