Noch unter der Amtszeit von Gotthard Schlereth machte sich der Markt Oberthulba Gedanken über eine Nistgelegenheit für Störche. Beim aktuell anberaumten Termin nahmen Bürgermeister Mario Götz, Dieter Fünfstück als Vertreter des LBV, Torsten Kirchner von der Wildland-Stiftung, Altbürgermeister Schlereth und Alexander Brand aus Oberthulba teil. Für die Aufstellung des acht Meter langen Lärchenholzstammes und die Anfertigung des Nestträgers aus Metall zeichnete der Bauhof Verantwortung, vertreten durch Bernd Wald und Thomas Kolb.

Weiterer Nistplatz geplant

Die Idee hierfür sei noch vor seiner Amtszeit entstanden, bezeichnete Bürgermeister Götz die Stelle zwischen Oberthulba und Hassenbach als guten Platz für einen Storchenhorst. Aus Sicht des Vogelschutzes sei hier eine gute Belebungsmöglichkeit geschaffen worden. Die Storchenpopulation in Bayern sei gestiegen, rund 600 Paare hätten im vergangenen Jahr erfolgreich gebrütet, berichtete Dieter Fünfstück. Erfreut zeigte er sich über die neue Nistmöglichkeit, es sei der fünfte Horst im Landkreis. Noch letzte Woche habe man den Metallkorb grob mit Haselnuss-Ruten ausgesteckt.

"Wir haben das Flechtwerk nicht zu dicht gemacht, der Storch soll ja auch noch was zu tun haben", so Fünfstück. Unweit der Stelle habe man noch eine Wasserfläche geschaffen, an der sich unter anderem die Sumpfschrecke wohl fühlt.

In Hassenbach beim Tierhotel sei eine weitere Nistmöglichkeit in Planung. Eigentümer des Areals ist die Wildland-Stiftung. Torsten Kirchner betonte, dass es sich hier um ein Gemeinschaftsprojekt von zwei Naturschutzverbänden handle. Der LBV sei schon seit Jahren ein guter Partner. "Der Storch ist ein Sympathieträger und kann zu weiteren Maßnahmen animieren. Je mehr kreucht und fleucht, desto besser geht es den Störchen", sagte Kirchner.

Die Natur habe es verdient, dass wir uns um sie kümmern, bemerkte Gotthard Schlereth. Er verwies auch auf das Eulenprojekt im Steinbruch und lobte den Einsatz von Alexander Brand. Brand geht von einer Ansiedlung der Störche aus und plädierte bei Erfolg für eine Namensgebung.

Ein unweit des Nestes platzierter Plastikstorch soll mithelfen ein Storchenpaar anzulocken. Abschließend kam die Idee auf, die umliegenden Wiesen nicht mit dem Kreiselmähwerk zu mähen, da damit alles platt gemacht würde. Götz bot sich an, mit dem Landwirt darüber zu verhandeln.