Der Platz sei den Bewohnern wichtig, schließlich gehe es um die Ortsgemeinschaft, meint eine Feuerthalerin nach der Abstimmung. Sie war mit drei weiteren Bewohnern zur Sitzung des Bau-, Forst- und Umweltausschuss gekommen, um zu erfahren, ob die Neugestaltung des Platzes an der Kirche und der alten Schule endlich beginnen kann.

Und sie kann. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben zu. Zuvor hatte die Stadt verschiedene Fördermöglichkeiten durchgespielt. Nun nimmt sie die Sache selber in die Hand, mit Unterstützung der Diözese. Andernfalls hätte sich das Vorhaben um weitere Jahre verzögert.

Der Bauhof verantwortet ab Herbst die Arbeiten. Die bisher asphaltierten Flächen an der Kirche und zwischen Kirche und alter Schule werden gepflastert. Die Pläne sehen auch einen barrierefreien Zugang zur Kirche und neue Beleuchtung vor. Eventuell werden zwei Bauabschnitte gebildet, wenn der Bauhof die Arbeiten zeitlich nicht bis Ende des Jahres schafft.

Die Kosten liegen laut Angaben der Stadtverwaltung bei rund 90 000 Euro. Das bischöfliche Ordinariat Würzburg beteiligt sich mit 40 000 Euro und die Kirchenverwaltung Feuerthal mit 7 000 Euro.

Überlegungen, den Platz zu gestalten, reichen mittlerweile 25 Jahre zurück, erinnerte Ortssprecher Jürgen Armbruster in der Sitzung. Zwischenzeitlichen seien die Pläne auch mal fallen gelassen worden. Auch Armbruster war froh, dass es nun losgehen kann. Er meinte nur: "Wir können jetzt nur beten, dass die Bauhofmitarbeiter gesund bleiben, damit wir es vor dem Winter hinbringen."

Jahrzehntelang ein Provisorium war auch die Haltestellenplattform in der Straße Am Weihertorplatz in Hammelburg. Wegen der Umleitung um die Kreiselbaustelle wurde sie vor den Sommerferien entfernt. Wenn die Straßensperrung beendet ist, soll eine neue Plattform als dauerhafte Lösung gebaut werden. Peter Kreß vom Tiefbauamt und Stadtbaumeister Detlef Mohr stellten in der Ausschusssitzung die Pläne vor.

Die Plattform muss auf drei Meter verbreitert werden. Mit mehr als 28 Metern wird sie künftig auch etwas länger sein. Dafür wird ein Stück des Grünstreifens geopfert. Außerdem verschiebt sich die Zufahrt zum Parkplatz Am Weihertorplatz leicht.

Die Plattform bekommt ein Leitsystem für Sehbehinderte, eine Beleuchtung sowie eine Unterstellmöglichkeit. Diese erschien Rita Schaupp (SPD) allerdings unzureichend, weil keine Rückwand vorgesehen war. Auch Patrick Bindrum (CSU) setzte sich für einen größer dimensionierten Wetterschutz ein. Dafür müsste die Plattform jedoch noch einmal verbreitert werden. Ob das platzmäßig überhaupt so einfach möglich ist, soll die Verwaltung nun noch einmal prüfen.

Den Standort für den Bushalt - in der Straße Am Weihertorplatz - stellte keiner infrage, auch wenn Mohr meinte, dass er an der Stelle "nicht ganz optimal" sei. "Er hat sich aber eingespielt."