Die Thulbabrücke in Verlängerung des Kapellenwegs ist weg. Nur die Widerlager sind an den Ufern noch zu sehen. Sie bilden die Grundlage für eine neu Konstruktion. Es ist die fünfte Brücke innerhalb von drei Jahren, die in den Stadtteilen neu entsteht.

"Wir werden die alte Brücke teilweise nutzen", sagt Klaus Wolf. Die alten Widerlager werden Teil der Gründung der neuen Konstruktion, wie der Ingenieur des gleichnamigen Büros aus Bad Bocklet bei einer Besichtigung der Baustelle erklärt. Der wichtigste Unterschied zwischen dem bisherigen und dem neu entstehenden Bauwerk ist die Breite: Die neue Brücke wird auf 4,50 Meter ausgebaut. Rechnet man alles zusammen, sind es zwischen den Geländern sogar 5,50 Meter, sagt Wolf.

Genug Platz also für landwirtschaftliche Maschinen. Auch die Tragfähigkeit ist für heutige Ansprüche ausgelegt. Die alte Brücke, die vor 60 Jahren entstand, war nur für zwölf Tonnen ausgelegt. Zuletzt gab es sogar ein Überfahrverbot für Fahrzeuge über sechs Tonnen Gewicht, da die Brücke deutliche Altersschäden zeigte. So gab es Abplatzungen und die Eisen lag frei, wie Peter Kreß vom Tiefbauamt der Stadt berichtet.

Die Erneuerung der Brücke war daher eine jahrelange Forderung, bestätigt Ortssprecher Hans Schönau. Dass der Übergang über die Thulba jetzt neu gebaut werden kann, liegt am Kernwegekonzept der kommunalen Allianz "Fränkisches Saaletal", zu der Hammelburg gehört. Das Kernwegekonzept beschreibt die Flurwege, die für die Landwirtschaft als Verbindungsstrecken von Bedeutung sind. Für den Ausbau dieser Strecken gibt es daher eine Förderung.