Ein "tierisch", närrisches Riesenspektakel erlebten die Besucher beim großen Faschingsabend des Musikvereins Wittershausen. Rekordverdächtig war beim über fünfstündigen Mammutprogramm nicht nur der Publikumszuspruch, sondern auch die Anzahl der Akteure. Nahezu 130 Mitwirkende, darunter wieder viele Tanzgarden, glänzten mit Kreativität und Können auf der großen Wittershäuser Faschingsbühne.
Erfreut zeigte sich Moderator und Vorstand Christian Sell vom großen Zuschauerzuspruch aus der Nachbargemeinde Aura. "Hinauf zum Bergdorf", hieß es für sage und schreibe fünf Tanzgruppierungen. "Das nennt man wohl einen gelungenen Faschingsimport."


Tolle Tanzeinlagen

Mit der "Liga der außergewöhnlichen Glieder", dem Männerballett aus Pfaffenhausen und der gemischten Tanzformation "Girls United" aus Machtilshausen, zeigen sich bereits seit Jahren Gruppierungen mit immer tollen Tanzshows, gespickt mit viel Akrobatik und Ausstrahlung. In diesem Jahr trat die Herrenriege aus Pfaffenhausen im Jamaika-Fieber als Banana Joe mit heißen "Karibik-Girls" auf. Ein fast 15-minütiges Show-Act der Extra-Klasse. Nicht weniger spektakulär, die "Aerobic-Stunde" der zwölf Damen und zwei Herren der Tanzgruppierung "Girls United" aus Machtilshausen.
Den "tierischen" Anfang des Abends machten sechs Pinguine. Alexander Sell mit Benedikt Seufert, Jürgen mit Philipp Sell und Thorsten mit Mia Sell. Schon die jüngsten Narren aus Wittershausen mit ihren Papas konnten sich sehen lassen. Mit Krebsen, Fischen und bunten Meerjungfrauen ging es tierisch weiter auf der Bühne. Die von Katharina Kaiser und Julia Büttner trainierten Tanzmäuse aus Aura zeigten einen flotten Meerestanz in farbenfrohen Kostümen. Gebannt wurde die gekonnte Tanzvorführung der 14 Wild Cats aus Aura zum Musical "Footloose" verfolgt.


Sketche und Krönung

Spaß pur bot die Sketcheinlage "Sparmaßnahmen im Altersheim". "Auf Pfiff" hatten dabei die Omas (Isolde Bahn, Beate Öhrlein, Maria Zimmermann, Renate Sell und Doris Sell) und Opa (Herbert Öhrlein) den Anweisungen der knallharten Stationsleiterin (Klaus Zimmermann) für die tägliche Körperpflege im Altersheim zu folgen.
In ein Abenteuerland entführte die Prinzengarde aus Aura das Publikum. Einen Augenschmaus zu "Klassik meets Pop" präsentierten die jungen Damen auf der Bühne. Einen weiteren optischen Leckerbissen servierten die "Jump-Girls" aus Poppenroth. Kabarett mit tollen Filmmusiklegenden war das Motto des von Christiane Palluch toll einstudierten Showtanzes. Die Krönung des ersten Wittershäuser Prinzenpaares war die nächste Sketcheinlage auf der Bühne. Prinzessin Heidi die Erste vom Büchners-Clan (Denise Büchner), und Alexander der Große vom Kirchenhügel (Alexander Sell), waren das auserwählte Paar. Das Paar zeigt sich als wahre "Nettomarkt-Fetischisten" - dies wurde umgetextet im Elvis Presley Song "In the Netto" absolut verdeutlicht. "Stand up" fürs Publikum, hieß es im Abschlusslied "An Tage wie diesen, wenn Fasching in Wittershausen gefeiert wird."
Kräftig in die Hände gespuckt wurde beim nächsten Auftritt. Die Auraer Faschings-Buam warfen bestens als Bauarbeiter die Mörtelmaschine an. Mit der "Steigerung des Bruttosozialproduktes" heizten die Jungs aus der Nachbargemeinde ein.
"Viva Las Vegas": Die "Wilde 14-Garde" aus Aura entführte in den "American Way of Life".
Die schönsten und glücklichsten Kühe aus Aura präsentierte die "Dance Generation". Dieser Almabtrieb war wahrlich ein Spektakel. Da durfte auch ein Bauer mit seinem Traktor nicht fehlen, um seine geliebte Resi abzuholen. Der Meeresgott Neptun rief zum Abschluss des fantastischen Programms alle Meerjungfrauen zusammen, um ein Fest mit ihm zu feiern. Akrobatisch, fetzig und sogar ein bisschen feurig präsentierte sich in diesem Jahr das Männerballett des Musikvereins auf der Bühne. Wie schon in den letzten 15 Jahren war Näherin Isolde Bahn für das Outfit der Männer verantwortlich. Für den "Schwimmstil" der Meerjungfrauen sorgten Julia Bahn und Sonja Sell. Mitwirkende waren: Gerhard Sell, Thorsten Sell, Dieter Heilmann, Elias Schießer, Dominik Sell, Elmar Sell, Richard Bahn, Hubert Büchner, Christian Sell und Jörg Müller.