Schon als klar wurde, dass der Faschingszug in diesem Jahr ausfällt, hat sich Uwe Bindrum in Verbindung mit dem SPD-Ortsverein dafür etwas einfallen lassen. Aufgebaut wurden fünf Stationen mit Fotos rund um den Sulzthaler Fasching aus den letzten Jahren. Dazu gab es dann Fragen; mit Los-Entscheid gewann Susanne Müller einen Bocksbeutel, die Fotos wurden unter den Personen aufgeteilt, die darauf abgelichtet waren. Da die Aktion gut ankam, entwickelte Bindrum im Lockdown ein Quiz für Kinder und Jugendliche, das über sechs Wochen lief. Bei den Fragen ging es um den Markt Sulzthal und es führte die Teilnehmer an Ecken, die sie teilweise so bewusst noch nicht wahrgenommen haben.

Anpacken statt abwarten

Uwe Bindrum wollte in der nervigen und auch schwierigen Zeit einen Beitrag für die Jugend leisten und andere animieren vielleicht ähnliches zu machen. Überall, egal ob in der Wirtschaft, der Politik oder im Profifußball werde von Chancen geredet, die die Pandemie durch näheres Zusammenrücken bringen könnte. "Ich finde anpacken besser als abwarten", sagte Bindrum.

Bei den Fragen ging es um die örtlichen Vereine, die Geschäftsleute oder zum Beispiel um die Namen der vier letzten Bürgermeister. Bei den Bürgermeister- oder auch Gemarkungsnamen durften natürlich auch die Eltern oder Großeltern gefragt werden. Bei anderen Fragen ging es um das Sulzthaler Wappen, die Triekapelle oder um geschützte Blumen am alten Sportplatz. Die Teilnehmer mussten dabei vor Ort gewesen sein, um die Fragen richtig zu beantworten und so kamen sie in Bewegung. Die meisten der insgesamt 36 Fragen hat Johann Ruppert richtig beantwortet. Er bekam eine Getränke-Flasche für sein Fahrrad überreicht. Außer Konkurrenz haben sich auch Erwachsene am Quiz beteiligt. "Zur Nachahmung empfohlen", so die einhellige Meinung von Uwe Bindrum und Johann Ruppert. hhr