Für den Kindergarten steht nach der Sanierung die Betriebserlaubnis an. Björn Heim, Sprecher des St.-Laurentius-Vereins, und Susanne Hammerl erklärten die Details zu der Prüfung und ließen wissen, dass eine Erhöhung der Kapazität um fünf Plätze erreicht werden soll.
Dafür will Heim aus einem einschlägigen Förderprogramm auch finanzielle Mittel generieren, was nach Anraten des Bürgermeisters noch einer Rücksprache mit den Geldgebern bedarf. Der Aufstockung um fünf Betreuungsplätze stimmte der Rat einmütig zu.


Schon 15 Anfragen

Vor einigen Wochen beschlossen, will die Gemeinde das geplante Neubaugebiet oberhalb des "Hopfackers" erweitern. Der Grund ist nach Aussage von Bürgermeister Thomas Hack reges Interesse an den dortigen Bauplätzen, zu denen bereits 15 Anfragen eingegangen sind.
Diese seien zwar nicht alle verbindlich, doch will der Gemeinderat der unerwarteten Resonanz entgegenkommen. "Wir wollen kein Baugebiet für die nächsten 25 Jahre, aber für die kommenden fünf Jahre ausweisen", betonte Hack. Planer Markus Kirchner legte für die Erweiterung zwei Varianten auf, die die vorgesehenen 14 Baugrundstücke um ein Drittel beziehungsweise fast um das Doppelte steigen lassen.
Die erste Alternative mit 20 Bauplätzen ist durch die Verwendung des südwestlichen Grüngürtels plus einem Grundstück möglich und hat den Vorteil, dass sie keinen neuen Flächennutzungsplan benötigt. Variante zwei bietet 26 Bauplätze und ist mit einer weiteren Stichstraße - parallel zur bisher geplanten - zu versehen.
Die Meinungen über das Projekt liefen auseinander. So befürchtete Vize-Bürgermeister Alfred Graser eine deutliche Kostensteigerung bei dieser Ausführung. Grundsätzlich gegen eine Ausweitung wandte sich Regina Schaub mit dem Argument, die innerörtliche Bebauung voranzutreiben. Nach Worten Hacks "kriegen wir die Bauplätze im Ort nicht". Der Rathausobere vermutete zudem ein Abwenden der Bauwilligen, wenn keine attraktiven Bauplätze zur Verfügung stehen. Hartmut Vierle wünschte sich, dass die Diskussion um die Innerortsbebauung genauso intensiv geführt werde wie die um die Erweiterung des Neubaugebiets.


Erweiterung beschlossen

Markus Hack begrüßte die Erweiterung. "Wir haben jetzt die Chance. Nutzen wir sie nicht, geht uns eine ganze Generation verloren", begründete er. In Abwesenheit zweier entschuldigter Gemeinderäte entschied das Gremium mit knapper Mehrheit von vier zu drei Stimmen für die Erweiterung.
Der Bürgermeister selbst tendierte zu Variante zwei, also 20 Grundstücken, mit erweiterungsfähiger Struktur, die laut Kirchner mit einer Bauabschnittsgrenze möglich wäre. Die Abstimmung über die zwei Erweiterungsvarianten fiel zugunsten der großen Planung.
"Grünes Licht" gab das Gremium auch für das landwirtschaftliche Kernwegenetz der Allianz Fränkisches Saaletal.
Im Rahmen der Erledigung von Kleinmaßnahmen stehen in Aura die Gehwege in der Schulstraße und am Trimberger Weg an, die zusammen mit rund 23 000 Euro zu Buche schlagen. Die Verwaltung will durch eine "Paketlösung" bessere Preise erzielen.


Rathaussturm am Samstag

Abschließend lud Hack zum Rathaussturm der Faschingsfreunde ein, der am Samstag, 11. November, um 18.11 Uhr stattfindet.
Die ins Rathaus umquartierte Katholische Öffentliche Bücherei wird am 26. November um 14 Uhr offiziell übergeben. Leiter Heiko Frank will dabei die neuen Medien vorstellen. Auch Kaffee und Kuchen stehen parat.