In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte die Jugendbeauftragte Ina Pfeuffer sich und ihre Aufgabenbereiche erstmalig dem neuen Gremium vor. Oft werde die Jugendarbeit auf die Jugendräume reduziert, aber es stecke noch einiges mehr dahinter, so Pfeuffer, die neben Oberthulba auch in Burkardroth und Maßbach tätig ist. Bei ihren Beratungstätigkeiten bemühe sie sich, zwischen den Betroffenen zu vermitteln und gegebenenfalls auch einen Austausch untereinander möglich zu machen, falls dies der Wunsch der Beratungssuchenden sei. Dabei spiele auch die Weitervermittlung an Fachstellen eine wichtige Rolle. Die Beratung erfolge hierbei sowohl über das Mobiltelefon als auch persönlich und sei auch anonym möglich.

Digitale Jugendversammlung geplant

In der Ortsentwicklung seien die Projekte "Bikerpark" und "Lebenswert" angesiedelt und beim Thema Jugendpolitik ist eine digitale Jugendversammlung in Planung. Diese soll am 6. Juni über die Bühne gehen, Einladungsschreiben, Video-Dreh und Online-Anmeldeverfahren seien in Vorbereitung - ebenso die U18-Bundestagswahl gemeinsam mit dem KJR.

In ihrem Vortrag ging Pfeuffer noch auf Zahlen und Fakten der Offenen Jugendarbeit, auf Kontakt- und Netzwerkarbeit und auf die Interne Vereinsarbeit von ProJugend ein. Mit der Mitarbeit zeigte sie sich zufrieden, lediglich in den Ortsteilen Hassenbach und Schlimpfhof kämen die Aktionen noch nicht so gut an.

Bürgermeister Mario Götz sieht in der Jugendarbeit durchaus einen großen Mehrwert und betonte, dass es hier keine negative Stimmung gebe und dass auch in den genannten Ortsteilen die Jugend kreativ und aktiv sei. Dem Thema Bikerpark wollte Götz nicht vorgreifen, aber man sei dran und eine Interessensgruppe sei vorhanden.

Rechnungsprüfung

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Frank Mersdorf trug dem Marktgemeinderat das Ergebnis der Rechnungsprüfung für das Jahr 2019 vor. Das Ergebnis der Jahresrechnung wurde in den Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes auf 10,67 Millionen Euro und in den Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes auf 4,40 Millionen Euro festgestellt.

Die im Jahr 2019 angefallenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben wurden gebilligt, da sie unabweisbar waren und ihre Deckung gewährleistet gewesen sei. Die Abstimmung fiel ebenso einstimmig wie die zur Haushaltssatzung und Finanzplan für das laufende Jahr. "Die Zahlen für 2021 sind ausführlich vorbesprochen worden und drücken die Themen aus, mit denen wir uns in der nächsten Zeit beschäftigen wollen", benannte es Götz.

Kämmerer Klaus Blum beschränkte sich in einem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre aufs Wesentliche und ging auch auf die Steuersätze, Beiträge und Gebühren ein. Die Einwohnerzahl im Markt Oberthulba habe wieder den Stand von 2009 erreicht, das Gebiet des Marktes umfasse eine Größe von 5248 Hektar. Insgesamt befänden sich zurzeit Ortsstraßen und Gemeindeverbindungsstraßen mit einer Gesamtlänge von 42,6 Kilometer in gemeindlicher Unterhaltspflicht.

An größeren Einrichtungen und wirtschaftlichen Unternehmen seien die Volksschule Thulbatal, sieben Friedhöfe mit Aussegnungshallen, acht Ortsfeuerwehren und die Kläranlage Wittershausen zu nennen. Die Einnahmen und Ausgaben des Haushalts 2021 betragen im Verwaltungshaushalt 10,26 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 3,26 Millionen Euro. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen werden nicht festgesetzt.

Schotterweg als Zufahrt?

Das Unternehmen, welches die Betonmischanlage auf dem Grundstück in Reith betreibt, hat die Anfrage gestellt, ob sie einen Schotterweg als Zufahrt zur Baustraße zur Thulbatalbrücke an der BAB 7 nutzen darf. Die Firma möchte durch die Nutzung des Schotterwegs effizienter arbeiten und dadurch auch die Verkehrsbelastung im Ortsteil Reith so gering wie möglich halten. Der Schotterweg wird auf einer Länge von 100 Meter mit Betonfertigteilplatten befestigt. Nach Beendigung der Nutzung muss der Weg wieder in seinen jetzigen Zustand zurückgebaut werden. Die Verwaltung hat eine Vereinbarung mit dem Unternehmen geschlossen. Das Gremium stimmte dem zu.

Brückenarbeiten stehen an

Die Brücke auf der Umgehungsstraße zur Autobahn soll voraussichtlich von Juli bis Mitte August 2021 instandgesetzt werden, um den derzeit vorhandenen Bauwerkszustand erhalten zu können. Die Ausschreibung soll Mitte Mai diesen Jahres veröffentlicht werden. Die vorhandene Tonnagebeschränkung muss jedoch auch nach diesen Instandsetzungsarbeiten aufrechterhalten werden.

Der Wirtschaftsweg und der Wanderweg unter dem Bauwerk müssen aus Sicherheitsgründen während den Instandsetzungsarbeiten gesperrt werden. Dabei handle es sich um eine Notsanierung, wann die Komplettsanierung erfolge könne man noch nicht sagen, so Götz.