"Ich weiß ja nicht, was da gelaufen ist", warf Glückler dem Bürgermeister gleich bei mehreren Themen vor, den Stadtrat zu wenig einzubinden. Warmuth wehrte sich und verwies zum Teil auf laufende Gespräche, deren Ergebnis er abwarten wolle. Anlass für den Streit waren mehrere CBB-Anträge, die zum Teil bereits im Juni gestellt wurden, aber erst jetzt auf der Tagesordnung standen.

Sie betrafen die Entwicklung der Innenstadt, insbesondere des vor einigen Jahren gekauften ehemaligen Kupsch-Anwesens, Pläne für die Verbindungsspange zwischen Kissinger und Berliner Straße und die Zusammenarbeit in der Allianz Fränkisches Saaletal. "Wir prüfen das", sicherte Warmuth bei der Verbindungsspange zu. Entsprechende Überlegungen würden auch bei den Planungen für den Schul-Campus und die Entwicklung des Gebietes "Hochstein" insgesamt berücksichtigt.

Die Redner waren sich einig, dass eine Verbindung in Höhe des Hochhauses eine Verbesserung wäre und insbesondere den Kreisel am früheren Amtsgericht entlaste. Die Verwaltung habe sich vergewissert, dass durch den möglichen Bau eines Seniorenheims in der Würzburger Straße die Verbindungsspange nicht verhindert werde. Mohr ging auch darauf ein, dass die Bahnschiene dann entweder über- oder unterquert werden muss oder ein neuer Bahn-Übergang notwendig sei.

"Da ist noch viel Gerütsch außenrum", kommentierte Glückler den Bereich um das ehemalige Kupsch-Anwesen. Die Stadträte waren sich jedoch nicht einig, wie die Stadt dort weiter vorgehen soll: Während die einen für ein großes Entwicklungskonzept plädierten, das sogar das frei werdende Areal des aktuellen Gymnasiums einbeziehen soll, befürchteten andere, dass durch Pläne der Stadt lediglich die Preisvorstellungen der Grundstücks-Eigentümer steigen.

Stadtbaumeister Mohr kündigte an, dass im November das weitere Vorgehen im Stadtrat behandelt werde. Er schlug vorerst ein Konzept vor, das rund 40.000 Euro koste. Ein Architekten-Wettbewerb würde dagegen rund 150.000 Euro kosten. CSU-Stadtrat Patrick Bindrum brachte zudem einen Investoren-Wettbewerb ins Spiel, also einen Verkauf des Areals.