Wieder einmal Blasmusik zu hören tue richtig gut, sagte Bürgermeister Mario Götz bei der festlichen Verabschiedung von Gotthard Schlereth und den ausgeschiedenen Gemeinderäten. Er begrüßte Vertreter von Kirche, Politik, Vereinen, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Forst in der geschmückten Halle in Oberthulba. Eine Delegation von allen Musikvereinen der Mitgliedsgemeinden sorgte für eine passende Umrahmung des Abends.

"Abschied ist die Geburt eines neuen Lebensabschnitts", blickte er auf die Amtszeit des Altbürgermeisters Gotthard Schlereth zurück und ging noch einmal auf die wegweisenden Projekte und Entscheidungen ein. Das Grundnahrungsmittel Wasser sei Schlereth immer wichtig gewesen. Götz sprach auch die Infrastrukturmaßnahmen wie die Erneuerung von Ortsdurchfahrten und Schaffung von Neubaugebieten an und - nicht zu vergessen -die innerörtliche Entwicklung.

Seine Themen waren Wasser und Forst

Eine nachhaltige Forstwirtschaft habe Schlereth besonders am Herzen gelegen, erinnerte er auch an die Etablierung der Forstbetriebsgemeinschaft. Mit den beiden geschaffenen Wanderwegen erinnerte er an den Einsatz für Landschaft, Natur und Tourismus. "Zusammen geht es besser", sei immer das Motto von Gotthard Schlereth gewesen, sprach er auch die beiden Allianzen an, in denen der Markt Oberthulba vertreten ist.

Bis zum letzten Tag, den 30. April letzten Jahres um 18 Uhr, habe er sein Amt im Rathaus wahrgenommen. Von den gestellten Weichen profitiere der Markt Oberthulba auch heute noch. Bauhof als auch Verwaltung seien von ihm sowohl personell als auch finanziell gut ausgestattet worden.

Wenn nötig auch streitbar

Auch Landrat Thomas Bold reihte sich in die Schar der Gratulanten ein. Er bezeichnete Schlereth als beharrlich, mutig, strukturiert und wenn nötig auch mal als streitbar. Auch er ging auf die gute Entwicklung des Marktes Oberthulba während seiner Amtszeit ein. In seinen Grußworten bezeichnete Jochen Vogel vom Bayerischen Gemeindetag die Zusammenarbeit mit Schlereth als förderlich und gewinnbringend.

Lied für den Altbürgermeister

Stellvertretend für die 65 Vereine des Marktes Oberthulba bedankte sich Matthias Hüttl für die gute Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Bürgermeister und Verwaltung. Er wartete mit einem selbstgetextetem Lied auf und überreichte ein 90-seitiges Buch mit Fotos und Texten aller Vereine. Kommandant Lukas Zwecker sprach stellvertretend für die acht Wehren den modernen Fuhrpark an, auch die Schutzausrüstung sei auf dem neuesten Stand. Aus seiner aktiven Feuerwehrzeit bekam Schlereth seinen Helm, in dem noch sein Name stand, als Geschenk überreicht.

Keine Rentnerbank

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, und die Mitglieder des alten und neuen Gemeinderates schenkten Schlereth eine Sitzgarnitur bestehend aus Tisch und zwei Bänken zum Abschied. Es solle keine Rentner-, sondern vielmehr eine Familien- und Freundesbank sein, auf der er hoffentlich viele frohe Stunden verbringe.

"Es lohnt sich immer, sich für das Gemeinwohl einzubringen und mit gesunder Urteilskraft für vernünftige Lösungen zu sorgen", bedankte sich Schlereth abschließend bei Gästen, Freunden und Weggefährten. Die Problematik um Klima und Umwelt müsse künftig auch kommunal angegangen werden, sagte er. "Ich beobachte jetzt aus einer anderen Perspektive", wünschte er allen und besonders dem Markt Oberthulba eine gute Zukunft.

Auch die aus dem Gemeinderat ausgeschiedenen Mitglieder wurden geehrt. Es sind Rosemarie Sellmann, Frank Sieg, Frank Reuter, Tiemo Stürzenberger, Jürgen Weigand, Thorsten Büchner und Christoph Kleinhenz