"We serve", heißt es in der Präambel des Lions Clubs International. Helfen, sich gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit stellen und an ihrer Lösung mitzuwirken, in der Nachbarschaft genauso wie für Notleidende in aller Welt. Der Hammelburger Club wurde vom damaligen District-Governor Dr. Winfried Benner und Hans Schneider im Januar 1996 auf der Trimburg als 1000. Lions-Club in Deutschland aus der Taufe gehoben.

Bemerkenswert, dass auch Frauen aufgenommen worden sind. Damals lag die Frauenquote bei den Lions lediglich 1,8 Prozent, wie Präsidentin Dr. Ulrike Scheblein in ihrer Festrede in der Musikakademie Hammelburg erwähnte. Sie war es auch, die den Club als Gründungspräsidentin führte. "Gerade wir Lions sind es, die aktiv helfen können, in freundschaftlichem Miteinander und Füreinander den nicht geringer werdenden humanitären Aufgaben unserer Gesellschaft gerecht zu werden. Eine Gesellschaft, in der immer mehr die Frage nach dem Staat gestellt wird, ohne dass dieser jemals den Anforderungen wird nachkommen können, in der immer weniger die Frage gestellt wird, - was kann ich tun - , sondern - was bekomme ich. 25 Jahre hat sich der Club bemüht, Menschen zu helfen, die weniger glücklich sind als wir. Und wenn es uns gelungen ist, in so mancher Dunkelheit des Alltags eine kleine Kerze anzuzünden, so haben wir im Sinne unseres "we serve, wir dienen" sehr viel erreicht", sagte sie in ihrer Festansprache.

Der Auszug aus den Aktivitäten zeigt die Verbundenheit mit der Heimat. So konnte der Hammelburger Adventskalender, unterstützt vom Club in sieben Auflagen erscheinen, auch Volksradfahren wurde veranstaltet. Vielen Institutionen konnte geholfen werden: Die Tafeln, der Bürgerbus, der Kreuzweg in Hammelburg, die Bergwacht, profitierten von der Spendenbereitschaft der Mitglieder.

Natürlich gilt der Trimburg besondere Aufmerksamkeit des Lions-Clubs. Dort werden Muttertage gestaltet und die bronzenen Infotafeln wurden gespendet. Aber auch heimische Künstler können mit Unterstützung durch die Lions rechnen. Ganz aktuell wurde für das abgebrannte Tierheim Wannigsmühle gespendet und auch die Flutopfer an der Ahr erhielten eine Überweisung. Seit Gründung des Vereins sind weit über 200 000 Euro an Spendengeldern verteilt worden.

Glückliche Wirkungen

Die Geisteshaltung Goethes sieht die Präsidentin als Richtschnur für die Lions. Der Dichterfürst schrieb an seinen Freund Schiller: "Sein Jahrhundert kann man nicht ändern, aber man kann sich dagegenstellen und glückliche Wirkungen vorbereiten". Diese glücklichen Wirkungen wünscht sich die Präsidentin für die nächsten 25 Jahre des Lions-Clubs und leitete über zum Höhepunkt der Festveranstaltung, dem Konzert mit Samira Spiegel, der vielfachen Preisträgerin mit Klavier und Geige, die ganz in der Nähe des Gründungsortes geboren wurde.