Der Gemeinderat will den schon geplanten Wohnmobilstellplatz zwischen Langendorf und Westheim realisieren, für den Bautechniker Uwe Mützel eine Kostenberechnung über 50 000 Euro vorlegte. Diese Summe erschien einigen Räten allerdings "recht happig", sie wollen eine abgespeckte Variante.
Selbst dem stärksten Verfechter des Projekts, Alfons Hausmann, bereiteten die Baukosten von 23 500 Euro "Kopfschmerzen". Mützel verteidigte diese Berechnung mit dem Hinweis auf die tragfähige Fläche, die benötigt werde. Mehrere Räte wiesen darauf hin, dass die vorgesehene Fläche als ehemaliger Festplatz bereits geschottert sei.
Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD) sprach sich ebenfalls für eine preiswertere Lösung aus, wies aber auf die positive Wirkung einer solchen Einrichtung für den Markt hin. "Wir sollten zunächst die Ver- und Entsorgungseinheiten angehen, die Tragfähigkeit der Fläche überprüfen und dann ein Angebot für vier Stellplätze einholen", riet er. Dem stimmte das Ratsgremium einmütig zu. Ein Bauantrag für das Projekt ist bereits genehmigt.


Weg wurde teurer

Unglückliche Umstände führten im Rat zu Verärgerung über die Kostenmehrung bei der Sanierung des Wegs zwischen Mach tilshausen und Wasserlosen. Planer Christian Rossmann vom Ingenieurbüro Hoßfeld & Fischer verteidigte die Kostenerhöhung mit dem Bau dreier Wasserdurchlässe, die dem Markt spätere, möglicherweise teure Unterhaltsleistungen ersparen sollen.
Ein günstiges Angebot von rund 74 000 Euro für die Herstellung des Weges hatte der Rat angenommen, zumal keine Kostenmehrung zugesagt war. Doch aus dieser Offerte waren die Wasserdurchlässe herausgenommen, die später nach Entscheidung des Planers und Rücksprache mit der Verwaltung wieder aufgenommen wurden. Jetzt beträgt die Kostensumme 89 000 Euro.
Vize-Bürgermeister Jürgen Englert haderte mit der Entscheidung, die mehrmals verändert wurde. "Erst hieß es, wir brauchen die Durchlässe, dann wieder nicht, und schließlich brauchen wir sie doch", kritisierte er das Ingenieurbüro. Günter Zink monierte die späte Benachrichtigung des Gemeinderats. "Bei schnellerer Information des Rates wäre die Sache ohne großes Aufheben über die Bühne gegangen", vermutete er. Planer Rossmann stand jedoch zu seiner Entscheidung, die der Rat nur durchwinken konnte.
Kämmerer Andreas Mützel legte in der Sitzung den Kostenaufwand der Gemeinde in den letzten fünf Jahren für das Marktfest vor. Demnach sind die Ausgaben des Markts für die Traditionsveranstaltung - speziell in diesem Jahr - deutlich gestiegen. Dafür konnte allerdings ein dringend benötigter Image-Gewinn verzeichnet werden, wie zahlreiche Händler und Besucher beim Marktfest bestätigten.


Bauanträge genehmigt

Bei der Beratung über das Budget für das Fest im nächsten Jahr gab Englert zu bedenken: "Wenn wir etwas bieten und Werbung für uns machen wollen, müssen wir Geld in die Hand nehmen." Er erinnerte zudem an die jüngste, gute Organisation. Gegen drei Stimmen genehmigte das Gremium einen Etat von 3000 bis 4000 Euro für das nächste Marktfest.
Zwei Bauanträge genehmigte der Marktgemeinderat. Der Rückbau eines baufälligen Scheunendachs sowie der Außenwände und deren Erneuerung sowie der Einbau von Fenstern im Mühlenweg 1 in Langendorf passierte n den Gemeinderat ohne Gegenstimme. Mehrheitlich befürworteten die Räte den Aus- und Umbau von Garagen zu Büroräumen in der August-Ullrich-Straße 25 in Elfershausen.
Keine Einwände gab es gegen die Kreisumlage für das laufende Jahr, die sich für den Markt auf 892 480 Euro beläuft. Sie liegt damit knapp 200 000 Euro unter der Vorjahresumlage.