So hatten sie sich das gewünscht die Thulbaer Faschingsfreunde: Strahlender Sonnenschein, viele Gruppen und Faschingsakteure und dazu ein gut gelauntes Publikum. Die Kinder bekamen reichlich Bonbons. Zufrieden waren die Thulbaer auch mit der Beteiligung von außerhalb.

So gab es Gruppen und Wagen aus Poppenhausen, Öscheboch, Obererthal, von der ÖFG aus Oberthulba, aus Schwärzelbach und Schonderfeld, von den Frankebrünner Stäböck, aus Riedenberg und Völkersleier, von der "Wöllbicher Spezialeinheit", aus Hammelburg und von der "Klosterfeuerwehr" Diebach. Sie alle kamen mit interessanten Ideen zur Wagengestaltung.

Voraus fuhr in einem alten Oldtimer das Prinzenpaar aus der Lumpengasse mit Prinzessin Stefanie und Prinz Philipp.

Auch die Eltern sind dabei

Nach der einheimischen Musikkapelle, ebenfalls toll kostümiert, folgte eine große Kindergruppe aus dem Kindergarten Thulba. Sie kamen als Schneemänner und Hexen. Die Leiterin Birgit Armbruster, selbst als nette Hexe verkleidet, freute sich, dass nicht nur die Kinder begeistert sind, sondern auch die Eltern gerne mitmachen.

Der Faschingszug in Thulba bot offensichtlich nicht nur Gelegenheit zum Feiern. Auch die Polizei hatte jede Menge zu tun. So kam es gegen 16.15 Uhr zu einem Streit, den einer der Beteiligten mit dem Messer austrage wollte.

Nach dem Zug auf der Party am Sportzentrum begann alles mit Rempeleien zwischen zwei mit knapp zwei Promille erheblich alkoholisierten jungen Männern. In dessen Verlauf zog ein 20-Jähriger ein Messer aus der Hosentasche und hielt es seinem 22-Jährigen Gegenüber mit der Spitze voraus in geringem Abstand vor die Brust. Da andere Gäste den Mann nachdrücklich aufforderten das Messer wegzunehmen, warf dieser es auf eine Wiese, wo es die Polizisten später fanden. Nachdem es sich bei dem Tatmesser um ein Einhandmesser handelt, wurde gegen den Täter ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet. Außerdem musste der 20-Jährige den Veranstaltungsort verlassen, um weitere Eskalationen zu verhindern.

Leicht verletzt hat sich eine Schülerin während des Zuges. Ein 23-jähriger Mann fuhr von der Thulbabrücke kommend am Veranstaltungsgelände in Richtung Ziegelhütte vorbei. Weil die Fußgänger teilweise auch auf der Fahrbahn standen und nur zögerlich Platz machten, fuhr er mit Schrittgeschwindigkeit und musste mehrfach anhalten und hupen.

Außenspiegel streift den Rücken

Während er langsam an einer Gruppe vorbeifuhr, machte eine 16-jährige Schülerin, die das Fahrzeug nicht bemerkt hatte, einen Schritt nach hinten. Dies führte dazu, dass der rechte Außenspiegel sie leicht am Rücken streifte. Sie wurde mit leichter Rippenprellung zur Untersuchung in ein Bad KissingerKrankenhaus gebracht.
Außerdem war ein Sanitätsteam damit beschäftigt, in einem Fahrzeug verletzte und alkoholisierte Veranstaltungsbesucher zu behandeln. Ein bislang Unbekannter hat den linken Außenspiegel des Rettungswagens so weit weggeklappt, dass dieser nicht mehr in der Grundstellung einrastete. Die Polizei konnte die Höhe der Reparaturkosten noch nicht benennen.

Zeugensuche nach Faustschlag

Schließlich hat ein 24-Jähriger am Abend des 7. Februar, auf der Dienststelle der Hammelburger Polizei Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Nach Angaben des erheblich unter Alkoholeinfluss stehenden Geschädigten wurde dieser gegen 21.40 Uhr von einem namentlich bekannten 23-jährigen Gast bis zur Atemnot gewürgt und anschließend mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel.: 09732/ 9060 entgegen.