"Vive la France!" hieß heuer das Motto zum Frühjahrskonzert der Hammelburger Stadtkapelle. Französische Frühlingsstimmung verbreitete sich am Sonntag in der Musikakademie. Der Große Saal hätte noch etwas größer sein können, war doch dieses begehrte Konzert restlos ausgebucht. Die Zuhörer bekundeten mit stehendem Applaus ihre Begeisterung und bestanden nach fast zwei Stunden auf einer Zugabe. Erst danach gab es ein "Au revoir".


Musicals und Cancan

Frankreich im Frühjahr, das sind Urlaubserinnerungen zum Beispiel an duftige Pastelltöne der Maler vom Pariser Montmartre. Oder akustische Erinnerungen an typisch französische Akkordeonmelodien, wie sie Gastspielerin Magdalena Edlfurter vortrug. Frankreichgedanken - das sind auch Melodien aus bekannten Musicals, wie zum Beispiel "Les Misérables" oder der "Glöckner von Notre Dame". Mit Frankreich verbunden sind aber ebenfalls die tiefgründigen Chansons und der verführerische Cancan-Tanz. Ebenso verkörpert der französische Marsch Graciana Frankreich in Konzertform. Das Frühjahrskonzert bot von allem die Vielfalt. Optisch verbrämt wurde diese Veranstaltung durch eine liebevoll gestaltete Dekoration, die vom Weißbrotbäcker über viele blauweißrote Frankreichfähnchen bis zum beleuchteten Eiffelturm aus Pappe reichte. In der Pause konnten die Besucher sich Frankreich mit passenden Häppchen und Getränken auf der Zunge zergehen lassen.


Hintergründe erklärt

Den Taktstock hob Dirigentin Christina Huppmann. Sie übernahm die Moderation und erklärte Hintergründe der Konzertstücke.

"Wir probten seit Januar für das Frühjahrskonzert", sagte sie gegenüber dieser Zeitung. Und sie freue sich über die gute Akustik im Großen Saal der Musikakademie, in welcher die Hammelburger Stadtkapelle recht gerne spiele. "Das ist der passende Rahmen für anspruchsvolle sinfonische Blasmusik", betonte Huppmann.


Unterstützung für Musikvereine

Lob und Anerkennung gab es von Roland Knoll und Jürgen Klubertanz, Vorstände der Hammelburger Raiffeisenbank. Sie brachten nicht nur für die Stadtkapelle, sondern auch für rund zwei Dutzend Musikvereine aus dem Altlandkreis eine finanzielle Unterstützung für die Jugendarbeit mit. Knoll konstatierte: "Ich genieße diese wunderschöne Musik von der Stadtkapelle, das ist allererste Sahne". Auch diese Musiker mussten früher als Kinder und Jugendliche Disziplin, Teamfähigkeit und Ausdauer lernen.