Traditionell zieht beim FC Frankonia Wittershausen eine große Faschingsfamilie durch die närrische Zeit. Seit mehr als 30 Jahren ist das schon so. Mit Robert Glöckler und Rainer Weis halten zwei Urgesteine dem FC seit Jahrzehnten die Treue - einfallsreich und mit Witz. Durch die große Faschings-Party im Sportheim führte wieder gekonnt Natascha Back mit ihrem DC "Marcus" (Christian Sell). "Wir haben Spaß - wir geben Gas", lautete in diesem Jahr der Schlachtruf bei den Wittershäuser Narren, bei dem die Neue Deutsche Welle der achtziger Jahre im Mittelpunkt stand.

Was nützt das Beste "Boss Parfum", wenn man wie ein "Hugo" aussieht. Sprössling Pascal Zimmermann erfuhr unter anderem von seinem Vater Klaus, dass sich in keinem Land der Erde die Ehemänner ihre Zukünftige freiwillig aussuchen könnten. Ein köstliches Vater-Sohn-Gespräch mit allerhand witzigen Parodien.

Mit der dreizehnjährigen Janika aus Wirmsthal konnte sich das Publikum auf ein Tanzmariechen der Extra-Klasse freuen. Tosender Applaus war der Lohn für die junge Tanzakrobatin.

Nena (Nina Glöckler) heizte mit ihrer Band (Sabrina Zink und Nadine Zink) zu ihren bekanntesten Songs, wie "Leuchtturm", "Nur geträumt" und "99 Luftballons" die Stimmung im Sportheim kräftig an.

Rund um das dritte Geschlecht, dem "Es", ging es bei der Dorfanalyse von Bärbel (Nicole Zink), Brunhilde (Simone Weigand), Kunibert (Rainer Weis) und dem "Es" (Nadine Zink). Der Vereinsausflug zum Almabtrieb, wo sich zwei Damen mit super Laune einer Obst-Kur der besonderen Art unterzogen, sowie das Malheur eines B-Promis mit ihrem "bösen Auto" beim Seefest, und außerdem der Bau der Wittershäuser Mauer im Laubweg, waren "reizvolle Themen". Wegen diesem Protypen von Mauer sei der Laubweg jetzt nur noch mit Parkleitsystem passierbar, das von einem neuen seltsamen Objekt im Südring gesteuert werde. Dieses Gebäude sei sogar nach Vorschriften der US-Regierung mit runden Beobachtungsfenstern ausgestattet worden.

Zwei Wirtshäuser geschlossen und zudem die Straße nach Euerdorf gesperrt, einen närrischen Seitenhieb auf die leidgeplagte Nachbargemeinde Aura konnten sich die Dorfanalysten auch nicht verkneifen.

"Ist die Mutter gut im Futter, wird aus dem Kind ein kleiner Kutter". Mit vielen Lebensweisheiten brachte die unermüdliche Putz-Fee (Robert Glöckler) in ihrem unübersehbaren "Mama-Flodder-Outfit" dank einzigartiger Mimik und Gestik die Stimmung im närrischen Volk zum Kochen.

Nach Jahren der Abstinenz konnten sich die Zuschauer auf eine neue FC-Tanzgarde freuen. Dieser "Showtanz-Act" bildete zusammen mit einer Play-Back-Runde, bei der Hits wie "Terra Titanic, "Codo - Ich bin der Hass" oder "Hallo Klaus" von Nickerbocker Biene zum Mitklatschen und Mitsingen animierten, einen würdigen Abschluss des Abends. Vorsitzender Marcus Glöckler und Frank Veth waren die Hauptakteure bei den Künstlerimitaten.