Der Gemeinderat genehmigte in seiner Sitzung einen Antrag des Hammelburger Drachenfliegerclubs, der probeweise Flüge mit Hängegleitern und Gleitseglern über dem "Gänsberg" in Ramsthal durchführen möchte. Die vorgesehene Weinbergsfläche ist für Neubestockung vorgesehen. Der Grundstücksbesitzer hat dem Vorhaben des Clubs jedoch bereits zugestimmt. Und auch Gemeinderat Ralf Baldauf (ABB/ Interessengemeinschaft), der selbst Winzer ist, sieht "keine Probleme für den Weinbau". Der Rat gab deshalb sein Einverständnis.

Gespräch mit den Forstbehörden

Mit Anregungen aus der Bürgerversammlung befasste sich der Ramsthaler Gemeinderat ebenfalls. Reinhard Unsleber hatte in seinem Betrag den Sinn der Waldbewirtschaftung angezweifelt. Wenn das Ergebnis nur eine "Schwarze Null" sei, wäre es doch möglicherweise wirtschaftlicher die Arbeiten deutlich zu reduzieren. Der Bürgermeister wird in dieser Angelegenheit ein Gespräch mit den Forstbehörden führen und den Gemeinderat über das Ergebnis unterrichten.

Ebenfalls kritisiert wurde die zukünftige Verkehrsregelung am Reichlersweg, weil Radfahrer Vorfahrt gegenüber einmündenden Fahrzeugen hätten. Hierdurch würde ein Gefahrenpunkt entstehen. Büttner stellte fest, dass es dort keinen Handlungsbedarf gebe, da die Einmündung sehr übersichtlich sei.

Adolf Keller meinte in der Bürgerversammlung, es gebe eine kostengünstige Alternative zu den momentan verfolgten Klär-anlagenplänen, die einen Anschluss in Bad Kissingen oder Hammelburg vorsehen. Er schlug eine Pflanzenkläranlage vor, die der bestehenden Anlage nachgeschaltet wird. Das sei durchaus möglich, da die bestehende Anlage die gesetzlichen Anforderungen erfülle.

Eine Rückfrage des Bürgermeisters beim Wasserwirtschaftsamt ergab, dass Pflanzenkläranlagen nur bei bis zu 1000 Einwohnergleichwerten erfolgreich einsetzbar sind. Die aktuelle Kläranlage habe aber Abwasser für über 5000 Einwohnergleichwerte zu reinigen. Die Menge und Belastung der Abwässer dürfe nur so sein, wie es nach dem aktuellen Stand der Technik möglich ist. Bei Anlagen dieser Art gelten strengere Anforderungen, die momentan nicht erfüllt werden, erläuterte Büttner.

Genug Interessenten vorhanden

Die Versorgung mit schnellem Internet auf einer Bandbreite von 50 Mbit/S war ein weiterer Wunsch, der in der Bürgerversammlung vorgetragen wurde. Die von den Stadtwerken Hammelburg (HAB Net) zur Verfügung gestellte Geschwindigkeit liegt bei nur 16 Mbit/S. Dies betrifft überwiegend das alte Baugebiet "Singberg-Schäffthal", den Bereich Sportplatz und das Gewerbegebiet "Reichlersweg". Den über Kabeldeutschland versorgten Ramsthalern stehen schon heute bis zu 100 Mbit/S zur Verfügung.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein und auch eine immer wichtiger werdende gewerbliche Nutzung zu gewährleisten, wurde die Aufrüstung des Netzes gefordert. Für einen entsprechenden Förderantrag müssen mindestens fünf gewerbliche Interessenten vorhanden sein. Büttner informierte, dass es inzwischen sieben Betriebe gebe, die einen entsprechenden Anschluss wünschten. Die Fördermöglichkeiten liegen bei 40 bis 80 Prozent der Kosten und maximal 500.000 Euro. Die Gemeinde wird den Förderantrag stellen.