Ein Brand, entstanden in abgestelltem Sperrmüll, war die Ursache für ein Schadensfeuer in der "Schwarzen Gasse". So lautete die Vorgabe einer Feuerwehrübung in Elfershausen, an der sich acht Wehren aus der Umgebung beteiligt haben.

Ein Brandfall, wie er jeden Tag auftreten könnte - sollte man meinen. Doch so einfach machte es der für die Planung verantwortliche Kommandant der Feuerwehr Elfershausen, Dominik Roth, seinen Kameraden nicht. Denn in der eng bebauten "Schwarzen Gasse" hatten die Floriansjünger schwierige Bedingungen für Personenrettung und Brandbekämpfung.


23 Minuten, bis das Wasser läuft

Elfershausen und die Werksfeuerwehr Schäffler standen dabei vornean, unterstützt von den Kameraden aus Hammelburg, Machtilshausen und Langendorf. Für die Schlauchstrecke sorgten Trimberg, Engenthal und Fuchsstadt, die die Wasserförderung in 23 Minuten aufbauten.

"Es galt viele Verletzte zu bergen, wofür Atemschutzträger eingesetzt wurden. Und es wurde jede Menge Wasser für die Feuerbekämpfung und zum Ablöschen gebraucht", stellte Kreisbrandmeister (KBM) Klaus Wüscher in der Manöverkritik in der Schwedenberghalle fest. Nach Meinung Wüschers hätten durchaus mehr Atemschutzträger eingesetzt werden können.

"Ein Wirrwarr herrscht derzeit beim Funkverkehr. Es überschlägt sich alles durch Störungen auf überlasteten Frequenzen. Ich hoffe, dass dies bald ein Ende hat", räumte der Kreisbrandmeister mit Blick auf den Digitalfunk ein. Umso wichtiger sei die Absprache zwischen den Wehren, "um sich nicht gegenseitig die Arbeit wegzunehmen. Notfalls müssen wir Melder einsetzen", fügte er hinzu. Dennoch "klappte die Übung gut, die die schwierigen, örtlichen Bedingungen aufzeigen sollte", ergänzte Wüscher.


Wichtige Werksfeuerwehr

Die Grüße der Bürgermeister Karlheinz Kickuth und Peter Hart überbrachte der Zweite Bürgermeister von Elfershausen, Jürgen Englert. Auch er sah die Übung unter dem Aspekt möglicher Verbesserungen bei problematischen Bedingungen. "Ihr seid auf einem guten Weg. Gut, dass wir fünf Wehren haben, das gibt dem Markt Sicherheit", lobte der "Vize" mit der Bitte, die Jugendwehren zu fördern. Die Werksfeuerwehr Schäffler erachtete Englert als "sehr wichtig, wenn zu den Tagzeiten etwas passiert".

Genau dieser Punkt war Kern der Aktionswoche, der im Zuge der Brandschutzwoche stattgefundenen Übung, deren Motto hieß: "Frauen in der Feuerwehr". Frauen-Feuerwehren sollen eigentlich dazu beitragen, Sicherheit auch zu Tagzeiten zu gewährleisten, wenn die Männer - meist auswärts - ihrem Beruf nachgehen.


Frauen bleiben gefragt

Allerdings war lediglich eine Frau bei der Feuerwehrübung anwesend. Ist das Interesse der Damen an der Brandschutzbekämpfung rückläufig? Die Frage konnte auch Kreisbrandmeister Klaus Wüscher nicht endgültig beantworten. Doch hoffte er, "dass dies - um Himmels willen - nicht so ist". Denn "wir brauchen sie dringend", ist er überzeugt.