Was den Internet-Ausbau in Sulzthal betreffe seien keine "Gelben Flecke" vorhanden, berichtete Hartmut Vierle vom Landratsamt Bad Kissingen, zuständig für Digitalisierung, Breitband und Mobilfunk in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Im Rahmen der Gigabit-Richtlinie Bayern könne deshalb derzeit nicht auf Fördermittel zugegriffen werden.

HAB-Net wolle in naher Zukunft als Zwischenschritt auf 250 Mbit aufrüsten. 2023 solle ein neues Bundesförderprogramm aufgelegt werden, damit würde dann alles was noch nicht auf Glasfaser aufgebaut ist wieder förderfähig. Aktuell gebe es Förderung für Öffentliche Gebäude wie Rathaus und Kindergarten, allerdings könnten selbst Grundstücke, die auf der Trasse liegen nicht angeschlossen werden.

Bürgermeister August Weingart bezeichnete die Situation als ernüchternd und bezweifelte, dass der Markt Sulzthal 2023 gleich beim Ausbau mit dabei ist. Mit im Gepäck hatte Vierle den Meß-Rucksack, mit dem Feldstärke-Messungen aller Mobilfunknetze durchgeführt werden können.

Das Ergebnisprotokoll für die Spielplatzüberprüfung ist mit Ampel-Symbolen versehen und wies für den Sulzthaler Spielplatz einige rote Punkte auf. Umgehend entfernt wurde daraufhin das "altehrwürdige Krokodil", auf dem über mehr als eine Generation hinweg die Kinder schaukelten. Der Betrieb darauf war sichtbar, aber auch durch Quietschgeräusche in der Nachbarschaft stets hörbar. Nun sollen zwei oder drei Neugeräte für den Spielplatz angeschafft werden.

Vorschläge sind gefragt

2. Bürgermeisterin Gabi Dehmer schlug etwas zum Klettern vor, wollte aber gleichzeitig die Eltern bei den Entscheidungen mit ins Boot nehmen. Ideen für neues Spielgerät können nun bis zum 15. Mai eingebracht werden. Bürgermeister Weingart zeigte sich besorgt, weil die Besucher teilweise zu wenig Abstand hielten und die Spielplatzbesuche jetzt wieder zunehmen.

Als Vorabinformation stand die Klärschlammentsorgung auf der Tagesordnung, allerdings war den Gemeinderäten die Präsentation von Burkhard Oschmann vor der Sitzung nicht zugegangen. "Für mich führt kein Weg daran vorbei an der Klärschlammentsorgung mit dem AZV Thulba-Saale teilzunehmen", sagte Weingart. Im Mai, aber spätestens im Juni werde man eine Entscheidung treffen müssen, bis dahin lägen weitere Informationen und auch Preise vor. Aber gerade sei die Zeit für Preis-Kalkulationen äußerst schwierig.

In einem Teilbereich des Neubaugebietes reiche die Lichtgabe der Straßenbeleuchtung nicht aus. Nun soll geprüft werden, ob ein Planungsfehler vorliegt und damit gegebenenfalls Gewährleistung eintritt. Die Kosten für die Nachrüstung von zwei Leuchten belaufen sich inklusive Erdarbeiten auf rund 7400 Euro. Auf dem Friedhof werden in zwei Bereichen Handläufe nachgerüstet. Die Kosten hierfür betragen rund 3000 Euro.