Der Frühling kommt und die Enten auf dem Brandteich von Völkersleier haben wieder ein Zuhause. Mit dem Schlauchboot brachte Stefan Selbert mit Unterstützung des Rhönklubs das Vogelhaus auf das Wasser und installierte es in der Mitte des Löschteichs.

Wackelige Angelegenheit

"Das Entenhäuschen muss wohl Mitte der 80er Jahre entstanden sein", erinnert sich der Erbauer Walter Vogt, Ehrenvorsitzender des ansässigen Rhönklub-Zweigvereins Schondrahöhe. Weil es über die drei Jahrzehnte hinweg einen maroden Zustand hatte, nahm es Stefan Selbert jetzt zwecks Sanierung unter seine Fittiche. "Es war schon ein wenig abenteuerlich, auf dem wackelnden Schlauchboot zu sitzen und dabei noch kräftige Hammerschläge auszuüben", verriet Selbert nach der gelungenen Aktion.

Die Hammerschläge trafen den Haltepfosten, der mehr als einen Meter in den sumpfigen Teichboden getrieben wurde. "Freilich wurde ich dabei recht nass", erzählte Selbert. Mit einer hüfthohen Wathose hätte er sich allerdings noch schlechtere Chancen ausgerechnet: "Ich weiß nicht, wie tief ich eingesunken wäre". Und eventuell wäre er auf Glasscherben getreten, die sofort Löcher in der Wathose und Verletzungsgefahr verursacht hätten. Dann doch lieber das Schlauchboot.

Im vergangenen Sommer seien rund 40 Enten auf dem Teich geschwommen, berichten die Anwohner. die eine gute Sicht auf den Teich haben. Man ist überzeugt, dass dieses Entenhaus bald wieder artgerecht besiedelt wird. Vielleicht gibt es dann ein fröhliches Entenhausen mit Donald Duck und Daisy in Völkersleier? Die Initiative ging auf den Rhönklub zurück, mit dem Vorsitzenden Alexander Zöller an der Spitze.