Eine Tafel weist auf die Besonderheit des Gartens ums Haus von Jutta und Thomas Weimar hin: "Dieser Garten gehört zu dem im Rahmen der UN-Dekade von den Vereinten Nationen ausgezeichneten Hortus-Netzwerk, das in beispielhafter Weise zum Erhalt biologischer Vielfalt beiträgt." Was den Garten ausmacht, das stellt das Paar bei verschiedenen Gelegenheiten vor. So ist es mit einem Vortrag demnächst sogar auf der Bundesgartenschau in Heilbronn dabei.

"Hortus Aphrodite" haben die Weimars ihren Garten genannt. Er ist nach dem Hortus-Konzept von Markus Gastl gestaltet. Das kennt drei Zonen. Dabei handelt es sich nicht um harsch voneinander abgegrenzte Flächen, sondern um Funktionsbereiche, die ineinander übergehen: die Pufferzone, die Ertragszone und die Hotspot-Zone. Die Pufferzone bilden Hecken und Sträucher als Schutz zum Beispiel vor Wind. Die Ertragszone ist der Nutzteil des Gartens. Sie dient dem Anbau von Gemüse. Die Hotspot-Zone ist der Bereich, der insbesondere eine Vielfalt an Pflanzen und Insekten fördern soll.

Die Hotspot-Zone ist eine Magerzone. "In Gesprächen interessieren sich die Menschen speziell für diese", sagt Jutta Weimar. Für viele sei die Funktionsweise nicht gleich offensichtlich. Zum Anlegen der Zone wird der Boden abgemagert. Das Ehepaar Weimar ließ die dafür auf ihrem Grundstück vorgesehenen Stellen ausbaggern. Danach wurden diese mit Dachziegelbruch und Kalkschotter aufgefüllt. In dem so aufbereiteten Grund wurzeln die Pflanzen.