Die Weihnachtsgeschichte wird im Advent in zahlreiche Varianten dargestellt. Sie wird rezitiert, musiziert oder gesungen und oft auch gespielt. Ein Weihnachtsmusical hingegen gehört eher zu den seltenen Darbietungen. Den Schülerinnen und Schülern der Johannes-Petri-Schule gelang es, die Bibelversion - thematisch korrekt - aber mit einer Prise Humor und jugendlicher Fröhlichkeit darzustellen.
Das Stück "Simeon, die unbekannte Weihnachtsgeschichte", studierten die Schüler unter Regie von Kerstin Hofmann "nebenbei" in ihrer Freizeit ein. Für die musikalische Umsetzung sorgten Sabine Friedrich und eine Band.
Nach dem ersten der zehn Lieder - "Der Himmel kommt zu uns auf diese Welt" - stellten sich die Hauptakteure vor, darunter einer der drei Könige. Hofmann erklärte ihn kurzerhand zum Erzähler. Auch der Nikolaus ist in der Bibel nicht vorgesehen. Doch Geschenke wollten alle. Dafür bedachte ihn die Schülerschar mit einem Lied. "Doch das Wunder von Weihnachten ist viel größer und soviel mehr".
Simeon entfachte einen Disput über den Retter, der bald kommen soll. Beim Volk stieß er dabei auf Skepsis, denn der Heiland ist schon lange verheißen. Der sich anschließende Song "Es war eine ganz normale Nacht, auf einem ganz normalen Feld" , entbehrte nicht einiger Disco-Töne, doch nur bis die Engel erschienen - die zunächst noch sanft und sacht, dann aber doch recht rhythmisch die Geburt Christi verkündeten.
Hirten fanden als erste Maria und Josef mit dem Jesuskind in einem Stall nahe Bethlehem. "Das Kind sieht dir aber gar nicht ähnlich, Josef", meinte ein Schäfer unverblümt. "Er ist auch nicht der Vater - und auch kein anderer Mann. Es ist von Gott gesandt", antwortete Maria für den verlegenen Ziehvater.
"Das gibt es doch nicht, Jesus Christus als stinknormales Baby in einer Futterkrippe", wunderte sich der freche Hirte und sagte: "Tschüs, wir eilen in die Stadt um es allen zu erzählen". Klar, dass bei solchen Worten die Lacher nicht ausblieben. Im Volke herrschte eitel Freude über die Ankunft des Herrn, die dieses Ereignis mit Wunderkerzen feierten, das der Chor mit "Unser Retter ist da, Jesus ist da", begleitete.
Dem von Schmunzeln begleiteten Applaus für das Stück ließ Konrektorin Tamara Müller ihren Dank an die Gemeinde, die Theatergruppe des FC Fuchsstadt, den Elternbeirat, dem Kollegium und weiteren Helfern für die Unterstützung folgen. Am Schluss wurde um eine Spende gebeten, aus der die Head-Sets für die jungen Akteure mitfinanziert werden. Sabine Friedrich stellte die Band vor, bei der sie sich bedankte. Die Anerkennung für die Darsteller - die sich einen Sonderbeifall des Publikums verdienten - sprach Kerstin Hofmann aus.