Auch nach der Anhebung bewegt sich die Gemeinde Sulzthal mit ihren Holzpreisen noch im Durchschnitt des Landkreises Bad Kissingen. Das wurde bei der Gemeinderatssitzung am Montag festgehalten.
Wegen der starken Nachfrage nach Holz sprachen sich die Räte auf Vorschlag von Bürgermeister August Weingart (CSU/WG) zudem einmütig für ein Zeitlimit bei Brennholzbestellungen ab 2015 aus.

Ernte rund 1000 Festmeter

Vor der Sitzung informierte sich das Gremium bei einem Ortstermin unter Leitung von Revierförster Maik Despang und Fabian Menzel, Geschäftsführer der Forstbetriebs-Gemeinschaft (FBG) Rhön-Saale, über den Gemeindewald. Stationen waren hierbei der oberhalb der Reitanlage gelegene "vordere Brachwinkel" und die Waldabteilung "Lücke".
In den Blick gerieten diverse Trassen, die je nach Bodenbeschaffenheit und Fahrzeuggewicht unterschiedlich genutzt werden können. Die rund 1000 Festmeter Holzernte aus dem "vorderen Brachwinkel" werden zu 70 Prozent als Brennholz und zu 30 Prozent als Industrieholz genutzt. Insgesamt ist der jährliche Hiebsatz im Sulzthaler Gemeindewald mit rund 3000 Festmeter recht konstant.

Setzlinge umgeknickt

"Ab kommendem Monat sollen in der Waldabteilung Lücke Haselnusssträucher entfernt und etwa 6600 Setzlinge der Flatterulme gepflanzt werden", erläuterte Despang. Die Räte ergänzten ihren Waldbegang noch mit einer Besichtigung der Abteilung Einforst, wo der Harvester gearbeitet hatte. Zudem nahmen sie die mutwillig umgeknickten Setzlinge am Büchelberg unter die Lupe.

Bußgelder drohen

Konsequenz will der Gemeinderat bei den Holzabholern im Wald beweisen: Wer bei der Abfuhr keine trockenen oder hart gefrorenen Waldwege benutzt oder die Rückegassen verlässt, der muss mit Bußgeldern rechnen. Ein Merkblatt soll die konkreten Hinweise liefern.
Zurück gestellt wurde die Beratung des Forstwirtschaftsplans 2014/ 2015. FBG-Geschäftsführer Menzel erläuterte jedoch ausführlich die seit dem Vorjahr getätigten Maßnahmen. "Für das Jahr 2015 rechnet man mit Ausgaben in Höhe von rund 216 000 Euro, denen Einnahmen von geschätzten 210 000 Euro gegenüber stehen", hofft er dennoch auf eine schwarze Null.

Zuschuss für Caritas

Keine Diskussion löste der Förderantrag des Caritas-Verbandes unter den Räten aus. Wie schon im Vorjahr gibt es 50 Cent Unterstützung pro Einwohner, also einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 438,50 Euro.
Sehr viel teurer wird die Sanierung des von Moos überwucherten Kirchendachs. Anfangs waren die Kosten auf rund 8000 Euro geschätzt worden, nun haben sie sich laut August Weingart auf etwa 22 000 Euro erhöht. Über eine Kostenbeteiligung des Marktes müsse demnächst neu entschieden werden, so Weingart.
Einig waren sich die Räte darüber, dass der Musikverein "Sulzthaler Musikanten" im kommenden Jahr am SaaleMusicum teilnehmen soll.