So konnten im ablaufenden Jahr 2005 Festmeter Holz eingeschlagen werden, die Euerdorf nach Abzug der Kosten 15 000 Euro in die Gemeindekasse bringen. Für das kommende Jahr haben Forstdirektor Wilhelm Schmalen und Förster Wolfgang Kuhlmann eine Holzernte von insgesamt 1600 Festmetern vorgesehen. Die Einnahmen halten sich laut Prognose die Waage mit dem Vorjahr. Einen Verkehrssicherungshieb nahmen die Forstleute in der Flur "Bildstock" vor.

Kritik an der Waldbewirtschaftung kam von Gisela Bergel, die zu eng beieinander liegende Rückegassen an der Alten Kissinger Straße bemängelte. Förster Kuhlmann bot sich hier für eine Ortsbesichtigung an. Bernhard Herterich beklagte Behinderungen auf den Wegen durch ungeräumtes Fällgut, das gelegentlich verspätet von Rückefirmen entfernt wird.

"Die in Euerdorf günstigen Brennholzpreise können zum Holztourismus führen", befürchtete Kuhlmann, der die Frage nach einer Preisanpassung gegenüber den teureren Nachbargemeinden aufwarf. Bürgermeisterin Patricia Schießer (CSU) empfahl, den Preis von 50 Euro zwar nicht zu erhöhen, aber die Pro-Kopf-Menge auf 15 Ster festzusetzen, was die Räte letztlich akzeptierten. Auch dem Ergebnis dieses Jahres und der Planung für 2015 stimmte das Gremium einmütig zu.

Kaution für die Standplätze

Marktbeschicker in Euerdorf brauchen für die nächsten vier Märkte - wie bisher - keine Standgebühren zu entrichten. Bei Anmeldung ist allerdings eine Kaution von 20 Euro zu hinterlegen, die bei Nichterscheinen einbehalten wird. Dem Zuschussantrag des TSV Euerdorf gab der Rat statt. Die Gemeinde übernimmt zu 80 Prozent die Wasserkosten für den Tennisplatz und 20 Prozent der Abwassergebühren für das Sportheim. Die Hubertus-Gilde erhält eine Finanzspritze von 590 Euro für neue Kartuschen und zwei Reparaturen ihrer Luftgewehre.

Die Verwaltungsgemeinschaft wird künftig eine Firma für Notreparaturen und Kleinaufträge engagieren. Unter den vorliegenden Angeboten entschieden sich die Euerdorfer Räte für die Baufirma Josef Hell, die diese Dienste - befristet auf zwei Jahre - für den Preis von 33 500 Euro wahrnimmt. Pflegearbeiten auf den drei Spielplätzen übernimmt die Gartenbaufirma Achim Friedrich aus Langendorf, die mit rund 8000 Euro netto das günstigste Angebot dafür vorgelegt hatte. Bisher hatte die Lebenshilfe diese Aufgabe wahrgenommen.

Eigentümer wissen von nichts

Auf Befremden stieß die Anfrage der "Neue-Energie-Franken-GmbH" aus Kulmbach, die eine Photovoltaikanlage südlich des Schleifwegs an der Bahntrasse errichten will. Das Gelände befindet sich im privaten Besitz, die Eigner wurden auf Anfrage von Bürgermeisterin Schießer gar nicht informiert von diesem Projekt. "Unter dem Gesichtspunkt regionaler Energiegewinnung sollten wir solche Maßnahmen unterstützen", befand Gemeinderat Elmar Hofmann mit Blick auf die Ablehnung der "Monster-Stromtrasse" von Südlink. Eine Entscheidung konnte der Rat wegen fehlender Besitzerrechte nicht fällen.