Da das Wetter einen Auftritt im Freien nicht zuließ, fand das Konzert mit Axel Zwingenberger drinnen statt und war - mit begrenzter Corona-Stückzahl - dennoch ausverkauft. Die Fans waren teilweise aus München, Regensburg, Tauberbischofsheim oder Erfurt angereist und wurden nicht enttäuscht. Auch Wolfgang Görner, Saxophonist aus der Kissinger Jazz-Szene und Organisator der Trimburg-Jazz-Tage, konnte begrüßt werden.

Seit 2001 spielt Axel Zwingenberger auf der Piano-Bühne. Partner auf der Bühne waren Gottfried Böttger, Ray Bryant, Kaito Saito, Lisa Ammons und Martin Schmitt. Zum 10. Konzert bekam er einen gewidmeten Boxbeutel vom Weingut Lange Schloss Saaleck, und seine Frau und Managerin Eva Hennig einen Blumenstrauß von Beatrix und Peter Kleinhenz überreicht.

Nachdem das Konzert im vergangenen Jahr bereits zweimal abgesagt werden musste, hat es diesmal doch geklappt. Zwar nicht am Bösendorfer Imperial outdoor, aber dafür am Steinway B indoor, berichtet Peter Kleinhenz.

Axel Zwingenberger spielte sich zu Höchstleistungen und veranlasste das aktiv mitgehende Publikum immer wieder zu Standing Ovations. Er zeigte Boogie & Woogie & Blues der Extraklasse, eine elegante, humorvolle Moderation und dazu lässige Hand- und Kopfbewegungen zur Motivierung der Fans.

Bass Goin' crazy, Blues on Top, Boogie Call Blues, Boogie Du Printemps, Boogie Train Mystique waren die angesagten Titel im ersten Set. In der kurzen Pause , alle im Publikum waren vorschriftsmässig mit Maske unterwegs, war der CD-Stand von Eva Hennig stark umlagert.

Im zweiten Teil spielte Axel dann die beliebten Titel Cow Cow Blues, Honky Tonk Train Blues, Jump and Jive, In the Heat. Alle diese Titel wurden vom Musiker selbst komponiert.

Gegen Ende des zweiten Teils folgte, wie von vielen erwartet, die legendäre Boogie-Woogie Blues-Jam. Axel Zwingenberger holte Lutz König, Michael Wolz und den Semi-Profi Stefan Ulbricht auf die Bühne zum Reih-um-Piano-Spiel in Sachen Boogie & Woogie. Zuvor zum Einstieg spielt Axel mit Bühnenchef Peter Kleinhenz den "Corona-Blues" in F.

Ein begeisterter Beifall des Publikums war die Folge. Eine Afterconcert-Party mit Abstand fand dann noch am Bar- und den Ausstellungsflügeln statt. Walter Gutmann improvisierte mit ideenreichem Klarinettenspiel zu den Piano-Boogie Blues-Stücken, gespielt von Lutz König und Stefan Ulbricht. Einen Boogie Flügel-Dreier spielten Michael Wolz, Stefan Ulbricht und Tobias Fernholz.

Zum Abschluss spielte dann Axel Zwingenberger und zu später Stunde noch Stefan Ulbricht den "Guten Abend gute Nacht"-Boogie am Barflügel.

Geplant ist als nächstes Konzert ein Auftritt von Ingrid Arthur & Band mit dem Titel " A tribute to Aretha Franklin". Weitere Infos gibt es unter www.pianobuehne.de.