Auch während des Corona-Lockdown waren die emsigen Frauen und Männer der Westheimer Feuerwehr nicht untätig. Übungen für den Ernstfall fanden in kleineren Gruppen unter den gebotenen Coronaschutzverordnungen statt. Routine ist sehr wichtig bei Einsätzen, in denen natürlich Hilfe und schnelles Handeln an erster Stelle steht und dabei die Infektionsgefahr von Covid-19 immer im Hinterkopf behalten werden muss.

Die Feuerwehr Westheim ist, was das Rettungsboot angeht, leider nicht so gut ausgestattet, stellte sich bei den Übungen heraus. Schon mehrmals wurde der Stadt Hammelburg gemeldet, dass das in die Jahre gekommene Boot getauscht werden müsse. Bei den vor Kurzem durchgeführten Übungen hat sich der desolate Zustand, trotz regelmäßiger Wartung und Instandhaltung, bestätigt. Es besteht nicht nur Gefahr für die Freiwilligen, auch eine schnelle Rettung ist unter diesen Umständen kaum mehr möglich.

Material spröde geworden

Das Material ist über die Jahre spröde geworden und verliert an verschiedenen Stellen Luft. Der Motor besitzt noch nicht mal ein Typenschild was eine vorschriftsmäßige Bedienung nach UVV (Unfallverhütungsvorschrift) unmöglich macht. Die Frauen und Männer der FFW Westheim opfern gerne ihre Freizeit um Menschen zu helfen, das funktioniert aber nur wenn funktionstüchtiges Material entsprechend eingesetzt werden kann. Nun hofft die Freiwillige Feuerwehr Westheim auf finanzielle Unterstützung, um künftig mit einem tauglichem Rettungsboot für schnelle Einsätze gerüstet zu sein. Um in Not geratene Menschen professionell und schnell bei Einsätzen auf dem Fluss helfen zu können, übten jeweils zwei Gruppen an zwei verschiedenen Tagen mit dem Boot auf der Saale.

Viele Menschen entscheiden sich während der Pandemie für den Urlaub zu Hause. Das schöne Wetter lockt in die Natur zum Baden oder zu Bootstouren auf der Saale.

Mehr Bootstourismus

In den letzten Wochen war ein starker Anstieg beim Bootstourismus zu erkennen. Nicht nur die Verleiher vor Ort hatten alle Boote im Einsatz, hinzu kamen auch etliche Tagestouristen mit eigenen Booten oder einem Stand-Up-Paddle. Die neuen Bootsbesitzer sind bestens ausgerüstet und tragen bis auf wenige Ausnahmen Sicherheitswesten. Das alles gibt Neulingen zwar Sicherheit, doch so eine erste Tour kann mangels Routine auch eine gefährliche Wendung nehmen, dann ist die Feuerwehr gefragt.

Der Verein mit 155 Freiwilligen Mitgliedern zeigt sich sehr aktiv und engagiert in Westheim. Mit den Einnahmen bei Veranstaltungen versucht man Kosten für kleinere Neuanschaffungen oder Zuschüsse für die Bekleidung des Feuerwehr-Nachwuchses zu erwirtschaften. Leider sind in diesem Jahr aufgrund von Covid-19 keine Veranstaltungen möglich und die wichtigen Einnahmen werden fehlen. Weiterhin wird auch die gute Jugendarbeit und die Nachwuchsförderung im Vordergrund stehen. Eine finanzielle Herausforderung stellt der Übertritt der neun Bambinis in die Jugendgruppe dar. Jetzt in den Sommermonaten wird das Spritzen mit Wasser geübt. Spielerisch werden bis zu 20 Kinder an den Umgang mit Feuer und dessen Auswirkungen herangeführt. Dabei lernen die kleinsten Feuerwehrler unter anderem das richtige Aufrollen der Wasserschläuche.