Durch die Dürre der vergangenen Jahre hat sich der Gesundheitszustand der Waldbäume verschlechtert. Gerade im "Buchenland" Unterfranken sind diese Trockenschäden deutlich sichtbar. Von der Fichte war man ja bereits Sturmschäden oder auch Borkenkäfermassenvermehrungen gewohnt. Dass es jetzt den meisten anderen Baumarten, darunter auch der Buche deutlich schlechter geht, damit hat niemand gerechnet, berichtet der Forstbetrieb Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten in einer Pressemitteilung.

Abgestorbene Baumteile

Herabfallende Äste und Baumteile können hier nun verstärkt auftreten und gerade mit Beginn der Pilzsaison zur ernsthaften Gefahr werden, warnt der Forstbetrieb weiter.

In den vergangenen beiden Jahren fiel danach insbesondere in der Vegetationsperiode, in Unterfranken viel zu wenig Niederschlag. Und wenn es mal regnete, dann häufig als Unwetter die für den Wasserhaushalt der Böden eher nicht zu einer Verbesserung beigetragen haben. Dazu kamen noch die immens hohen Temperaturen von verbreitet über 35 Grad über mehrere Tage, was dazu führte, dass in manchen Regionen Unterfrankens die Buche auf den Böden mit schlechter Wasserspeicherkapazität vielfach abgestorben ist, beziehungsweise meist auch nur Teile der Buchen(-kronen). Auch in diesem Jahr haben wieder etliche Buchen nach der Hitze der vergangenen beiden Wochen vielfach das Laub verfärbt bzw. auch gleich abgeworfen. Häufig geht dies auch einher mit dem Absterben der Äste bzw. ganzer Buchenkronen, so der Forstbetrieb. Diese abgestorbenen Baumteile stellen bei den Waldspaziergängen ein unkalkulierbares Risiko dar. Sie können völlig unvorhersehbar, selbst wenn keine Windbewegung sein sollte, unvermittelt abbrechen und herabfallen.

Erhöhte Achtsamkeit

In den nächsten Wochen werden hoffentlich genügend Niederschläge fallen um die Dürresituation in den Waldböden zumindest etwas abzulindern. Das bedeutet dann aber auch, dass die Pilze wachsen. Daher bittet der Forstbetrieb Hammelburg alle Waldbesucher, ganz besonders aber beim Pilzesuchen, nicht immer nur nach unten an den Boden zu schauen, sondern erhöhte Achtsamkeit und besondere Vorsicht walten zu lassen. Pilzsammler sollten auch immer ein Auge nach oben richten, um Gefahren erkennen zu können.

Wie der Forstbetrieb berichtete, wurde immer wieder festgestellt, dass beim Parken der Fahrzeuge die Waldeinfahrten nicht ausreichend genug freigehalten worden sind. Holztransporte und gegebenenfalls Rettungsfahrzeuge müssen die Einfahrten passieren können. Beim Parken an den Waldeinfahrten müssen die Fahrbahn der Forstwege absolut frei bleiben.

Besser sei es, die ausgewiesenen Parkplätze anzusteuern. Bei den Forstwegen im Staatswald handelt es sich um Privatwege der Bayerischen Staatsforsten, die nicht ohne Genehmigung befahren werden dürfen.

Zudem weißt der Forstbetrieb darauf hin, dass die Pilzsuche nicht für kommerzielle Zwecke stattfinden darf. Das Sammeln haushaltsüblicher Mengen ist unkritisch, das säckeweise Sammeln zum offensichtlichen Weiterverkauf der Pilze entspricht jedoch nicht der Gesetzgebung und kann nicht toleriert werden, heißt es in der Mitteilung des Forstbetriebs weiter. red