Lange schon haben sich die Anwohner aus Morlesau eine neue Brücke über die Eisenbahnlinie gewünscht. Weil die alte Brücke in einem bedenklichen Bauzustand ist, wurde die erlaubte Tragfähigkeit bereits auf 3,5 Gewichtstonnen Belastung herabgesetzt.
Ortssprecher Tobias Knüttel: "Zwar sind massive Balken aus sehr hartem Tropenholz für die Brücke verbaut worden, doch hatte im Laufe der Jahre der Zahn der Zeit daran genagt." Das betreffe eher den Unterbau als das noch robust aussehende Geländer. Angesammeltes Wasser hatte über die Jahre hinweg gearbeitet und kleine Pflanzen hatten dort einen Nährboden gefunden. Wenn ein Pkw über die Brücke fährt, dann merkt man die Vibration deutlich. Die Brücke war schon im Vorfeld seit längerem Thema auf den Bürgerversammlungen.


Umweg wird eingerichtet

Schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge und auch schon Kleintransporter - zumeist schwerer als 3,5 Tonnen - dürfen zurzeit schon nicht mehr über die Brücke fahren. Knüttel bestätigt, dass ein Umweg über Waizenbach und Diebach demnächst fällig sei. Betroffen sind nicht nur die Landwirte sondern auch rund ein Dutzend Anwohner, die bergan von der Bahnlinie wohnen, sowie die Nutzer der ehemaligen Schule aus den ansässigen Vereinen.
Bauherr in Sachen Brückenerneuerung ist die Stadt Hammelburg. Wann der Abrissbagger anrollt, konnte das Bauamt nicht mit Bestimmtheit sagen: "Baubeginn ist jedenfalls der 18. Juli. Ob dann auch pünktlich abgerissen wird, ist aus heutiger Sicht noch nicht klar zu sagen", so die Auskunft der Stadt Hammelburg. Denn um die Bahnlinie zu schonen, müsse erst eine Einhausung angebracht werden. Für den Autoverkehr sei dann gesperrt.


Fußgängersteg

Aber ein Fußgängersteg werde errichtet, bestätigte das städtische Bauamt. Die Firma Pöhner aus Bayreuth sei mit den Bauarbeiten bereits beauftragt. Die Maßnahme werde gefördert durch die Regierung von Unterfranken. Die Stadt Hammelburg hofft, dass heuer mit dem Jahresende auch das Bauende erreicht werde.