In diesem Jahr stehe die Allianz Kissinger Bogen nach sieben Jahren ihres Bestehens auf dem Prüfstand, sagte Managerin Stephanie Kunder auf der Mitgliederversammlung. 2016 startete Kunder mit Graphikdesign und Projektentwicklung, seit vergangenem Jahr hat sie den Posten der Allianzmanagerin inne. Sie gab Rück- und Ausblicke und stellte den Haushalt vor.

Kurze Wege

Vorsitzender Harald Hofmann sah der anstehenden Evaluierung positiv entgegen und zeigte sich der Fortführung der Allianz gewiss. Er begrüßte seine Bürgermeisterkollegen und betonte die harmonische Zusammenarbeit innerhalb der vier Mitgliedsgemeinden. Wissensaustausch und kurze Wege zeigten, wie sinnvoll eine solche Allianz ist. Er erwähnte das Sturzflut-Risikomanagement, mit dem man sich als Allianz beim Förderprogramm beworben habe und aufgenommen worden sei. "Wenn Förderprogramme aufgelegt werden, braucht man ein fertiges Konzept in der Schublade", verriet Hofmann. Man mache eine gute Arbeit und arbeite gut zusammen, sprach er auch das Regionalbudget an.

Auch Stephanie Kunder ging näher auf das Regionalbudget ein. So seien 18 Anträge eingereicht und vom Entscheidungsgremium genehmigt worden. Die voraussichtliche Fördersumme beträgt insgesamt 93 300 Euro, die Umsetzung der Projekte läuft noch bis zum 20. September. In Oberthulba seien zum Beispiel die Attraktivität der Hundinghütte erhöht, ein Pavillon für den Schulgarten und Zubehör für den Waldkindergarten beschafft worden sowie in Burkardroth eine Brennerei saniert und in Bad Bocklet eine Überdachung für ein Wegkreuz restauriert worden. In Nüdlingen waren es die Projekte Mobiler Hühnerstall, Holzbackofen, Theke Museumsgaststätte und Medientechnologie Feuerwehrhaus.

202 Gemüse-Korb-Abos

Beim Bio-Gemüse-Korb gebe es derzeit 202 Abonnenten und ein Veranstaltungskalender sei in Planung und soll halbjährlich erscheinen. Der mit regionalen Produkten gefüllte Picknickbeutel solle für den Erhalt und die Weiterentwicklung der lebens- und erlebenswerten Region Rhön und Fränkische Saale stehen. "Dabei sollen die vorhandenen Strukturen vernetzt und die Vielfalt und die Qualität unserer regionalen Produkte bekannter gemacht werden", sagte Kunder. Beim Picknickbeutel arbeite man mit der Allianz Fränkisches Saaletal und mit der Rhön GmbH zusammen. Das Projekt "Landkultur" sei zu 100 Prozent gefördert worden, die Fördersumme betrug 53 000 Euro. Es ist unterteilt in Umweltbildung, Sachbuch, Film und Mobile Bühne. Eine Premiere der besonderen Art hätte es am 21. Mai gegeben. Mit Popcorn und Cola wurde für Kinofeeling gesorgt, da es zuhause per Online-Meeting stattgefunden habe.

Kunder ging noch auf die Aktion Probierbäume und auf Rhönkäppchens Radrunde ein. Einem knapp 50 Kilometer langen Radweg, der die vier Allianzgemeinden und den Landkreismittelpunkt verbindet.

Bei der Allianz standen Einnahmen in Höhe von 11 5200 Ausgaben von 11 7500 Euro gegenüber.