Einige von Vorjahren abweichende Zahlen hat der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Johannes Hammerl, für 2019 in der jüngsten Sitzung vorgestellt. So sei ein Gewerbesteuereinbruch zu verzeichnen gewesen, und der an den Kindergarten zu zahlende Betrag sei in einem Kalenderjahr zwei Mal bezahlt worden, damit der Kindergarten solvent geblieben sei. Ein Kleinauftrag sei nicht von der Vertragsfirma erledigt worden, das Defizit bei der Festhalle sei um einiges höher gewesen und die Hundesteuer sei mit 20 Euro mit die niedrigste im ganzen Landkreis. Aber alles sei letztendlich nachvollziehbar gewesen, erhob Hammerl keinerlei Einwendungen - Entlastung wurde erteilt.

Rund 64 000 Euro an Haushaltsresten wurden in das Haushaltsjahr 2020 übertragen. Es musste eine Zuführung vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt in Höhe von rund 175 000 Euro erfolgen. Nach der Sommerpause wolle man dann auch die Rechnungsprüfung 2020 erledigen, sagte Hammerl.

Johannes Hammerl wurde zum Stellvertreter für 2. Bürgermeister Martin Kaiser für die Verbandsversammlung Zweckverband Frankens Saalestück bestellt.

Das Vergaberecht werde immer komplexer. Die Kommunen seien den gestiegenen Anforderungen ausgesetzt und hätten in den letzten Bürgermeisterdienstbesprechungen ein hohes Interesse an dem Aufbau einer sogenannten Zentralen Beschaffungsstelle bekundet. Auch im Falle des Beitritts sei die Kommune nicht dazu verpflichtet, jegliche Vergabeverfahren vom Landkreis durchführen zu lassen. Die Kosten für den Betrieb der Zentralen Beschaffungsstelle würden auf die Kommunen in geeigneter Art und Weise kostendeckend umgerechnet. In den ersten zwei Jahren seien seitens der Regierung von Unterfranken Fördermittel im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit in Aussicht gestellt worden. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus. Abgelehnt dagegen hat der Rat die freiwillige Kostenübernahme von 30 Prozent beim Thema Kindergarten, somit bleibt es bei den 70 Prozent des Freistaates als Beitragsersatz.

Im August 2017 wurde den Faschingsfreunden Aura für die Überdachung an der bestehenden Faschingswagenbauhalle sowie zur Erstellung eines Geräteschuppens ein Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der damals geschätzten Kosten von 9570 Euro zugesagt. Nun habe sich durch Arbeiten in und an den Bestandsgebäuden, sowie durch vorgenommene Zusatzmaßnahmen und Änderungen, wie dem zusätzlichen Einbau eines Schwerlastregals eine Kostenmehrung ergeben. Die Gesamtkosten belaufen sich nun auf 17 600 Euro. Der Rat blieb beim Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der entstandenen Kosten, dies entspricht einem Betrag von rund 3500 Euro.

Bürgermeister Thomas Hack bezeichnete das Projekt als tolle Gemeinschaftsleistung. Silvia Dörfler war mit dem Ergebnis zwar einverstanden, hätte sich aber aufgrund der Kostenmehrung ein kommunizieren an den Gemeinderat gewünscht, zumal es sich um eine größere Zeitspanne gehandelt habe.

Vom evangelischen Pfarramt Bad Kissingen ging ein Zuschussantrag für ein Gemeindehaus ein. Die Kosten würden rund zwei Millionen Euro betragen. Bürgermeister Hack schlug vor, 500 Euro zu gewähren, das Gremium stimmte dem mit 6:3 Stimmen zu.

Beim gemeindeeigenen Trinkwasserbrunnen steht eine Regenerierung an, die auf Nachfrage auch Empfohlen worden sei, so Hack. 25 000 Euro kostet alleine schon die Kamerabefahrung, mit bis zu 60 000 Euro müsse man für die komplette Brunnen-Regenerierung rechnen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, dies in die Wege zu leiten.

Für die "Zehnt" sei einmal über Lampen für das Beleuchten der Bäume gesprochen worden, so Hack. Wenn dies noch gewünscht werde, müssten jetzt die Kabel dafür verlegt werden. Aufgrund der schon vorherrschenden Lichtverschmutzung wich man einstimmig von der Idee ab, Bäume zu beleuchten.

Jutta Hofmann bat abschließend um Überprüfung, wie viele Stehtische in der Festhalle zur Verfügung stünden und wem sie gehörten.