Insgesamt 80 Auszubildende haben es geschafft. Am Samstag gab es für sie die Freisprechungsfeier der Innungsmeister von der Kreishandwerkerschaft Bad Kissingen in der Mehrzweckhalle. 3. Bürgermeister Mario Götz (FW) freute sich, dass diese Feier in der "schönen Location" Oberthulba stattfand, wo rund 40 Handwerksbetriebe angesiedelt seien. Die Musikgruppe "KissPercussiva" von der Bad Kissinger Musikschule sorgte mit einfallsreichen Darbietungen für den taktvollen musikalischen Rahmen.


Wieder mehr Zimmerer

Im Trend liegen derzeit die Berufe aus dem Baugewerbe sowie die Maler und Lackierer, die Zimmerer und die Schreiner. Auch die Bürokaufleute hatten gegenüber dem Vorjahr mächtig aufgeholt. Auf der Talfahrt sind die Metzger und die Bäcker. Allerdings gibt es in letzterem Gewerbe eine Menge Fachverkäuferinnen. Die Metallinnung meldete heuer keine frisch gebackenen Metallbauer.
Kreishandwerksmeister Anton Hesselbach gratulierte den Prüfungsbesten, die auch einen Buchpreis erhielten: nämlich Martin Seifert, Patrick Kießner, Katrin Simon, Johannes West, Amelie Rinke, Lukas Weß, Anton Hofbauer, Jonas Zirk und Manuel Böhm.
"Wir befinden uns in einer Zeit des Um- und Aufbruchs", wies Hesselbach auf die neuen Herausforderungen hin, die durch den Flüchtlingsstrom an das Handwerk gestellt seien. "Wer denn, wenn wir nicht wir? Wir sollten schnell und unbürokratisch mit Arbeitsplätzen reagieren", so Hesselbach. Freilich seien einige Hürden wie zum Beispiel Sprache, Mentalität oder Lebens- und Arbeitsauffassung zu überwinden.


Der Bedarf wächst

Auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften im ländlichen Raum wies Landrat Thomas Bold (CSU) hin. MdL Sandro Kirchner (CSU) sei ein guter Ansprechpartner für das Handwerk. Bold begrüßte die Integration von Fachkräften aus dem Ausland.
"Sie haben jetzt einen Gipfel erklommen und können stolz darauf sein", gratulierte Innungsmeister Rolf Lauer den Freigesprochenen. Das Handwerk sei ein wichtiger Funktionsträger in der Region und der Garant für eine gute Lebensqualität. Im Namen der Freigesprochenen dankte die frisch bestandene Maler- und Lackiererin Katrin Simon aus Machtilshausen den Meisterbetrieben für die solide Ausbildung. "Unsere Ausbildung ist zwar geschafft, aber an unserer Bildung müssen wir noch arbeiten", sagte sie.


Leistung unter Beweis stellen

Die Phase der Entwicklung als Mensch sei noch nicht vorüber, zog Berufsschulleiterin Karin Maywald einen Vergleich zum Fußballverein FC Bayern. "Auch die müssen nach jedem Meistertitel erneut antreten und ihre Leistung unter Beweis stellen", regte Maywald die Fortbildung zum beruflichen Meister oder Techniker an.