"Am 1. Oktober 1980 übernahmen Sie offiziell die Reinigung des Schulhauses Ebenhausen. Doch bereits in den Jahren zuvor unterstützten Sie Ihre Schwiegereltern beim Saubermachen der Klassenzimmer, Flure und Treppen, so dass die allein verantwortliche Übernahme vor 35 Jahren reibungslos erfolgte", blickte Bürgermeister Kuhn zurück und resümierte: "In all der Zeit erledigten Sie Ihre Aufgabe stets souverän, zuverlässig und gründlich, hielten zusätzlich Rathaus und Museen sauber und sorgten für Sicherheit an der Schulbushaltestelle. Nie scheuten Sie zusätzliche Arbeiten nach Renovierungen oder Feiern. Wenn Not am Mann (an der Frau) war, konnten wir auf Sie zählen."
Generationen habe Frau Kaiser in Schule und an Bushaltestelle begleitet und sich hohe Wertschätzung erworben. Wenn jetzt ein Wechsel anstehe, sei es toll, dass sie in der Übergangs- bzw. Einarbeitungsphase mit Tipps zur Seite stehe.

Schokoriegel als Aufmerksamkeit

Der Laudatio schlossen sich Lehrkräfte und Schüler an. "Wir alle sind traurig, dass Sie uns verlassen. Wir haben aber auch Verständnis, dass Sie nun in den verdienten Ruhestand nach vier Jahrzehnten gehen", betonte Lehrerin Birgit Wetzel. Im selbst getexteten Lied zur Melodie "Marmor, Stein und Eisen bricht" verdeutlichte der Refrain "Alles glänzt und blinkt, wenn Frau Kaiser den Wischmopp schwingt. Leider ist das nun vorbei, tschüss, ade, good-bye" den Dank aller.
"Ich werde euch alle vermissen. Aber macht weiter so, dann braucht ihr vor der Zukunft keine Bange zu haben", sagte Frau Kaiser und erwiderte die Geschenke von Gemeinde und Schule mit Schokoriegeln.